Mutmaßlicher Salafist arbeitete in Gepäckabfertigung am Flughafen

Ein Salafist, der im September mit anderen als "Scharia-Polizei" in Wuppertal unterwegs gewesen sein soll, hat in der Gepäckabfertigung am Düsseldorfer Flughafen gearbeitet.
Ein Salafist, der im September mit anderen als "Scharia-Polizei" in Wuppertal unterwegs gewesen sein soll, hat in der Gepäckabfertigung am Düsseldorfer Flughafen gearbeitet.
Foto: Archiv/Funke Foto Services
Ein Mann, der offenbar den radikal-islamischen Salafisten zugerechnet wird, hat am Düsseldorfer Flughafen in der Gepäckabfertigung gearbeitet. Das hat ein Sprecher der Polizei bestätigt. Nach Angaben der Düsseldorfer Bezirkregierung hatten Überprüfungen im April keine Sicherheitsbedenken ergeben.

Düsseldorf.. Ein radikaler Islamist soll trotz Sicherheitsüberprüfungen in der besonders geschützten Gepäckabfertigung des Düsseldorfer Flughafens gearbeitet haben. Das sagte ein Sprecher der Wuppertaler Polizei am Mittwoch und bestätigte Medienberichte.

Der 27-Jährige wird zum Umfeld des deutschen Salafisten Sven Lau gerechnet und soll zu jenen Männern gehören, die Anfang September in Wuppertal als "Scharia-Polizei" aufgetreten waren. Zurzeit laufe ein Ermittlungsverfahren gegen ihn, sagte der Polizeisprecher. Die Salafisten-Szene wird vom Staatsschutz und dem NRW-Verfassungsschutz beobachtet.

Der Flughafen Düsseldorf bestätigte lediglich, dass der 27-Jährige "bei einem am Airport ansässigen Unternehmen" gearbeitete habe. Um in den Sicherheitsbereich zu gelangen, habe er aber jeden Tag wie alle anderen eine Schleuse passieren müssen und sei durchleuchtet worden, betonte ein Sprecher.

Salafist bekam die Kündigung zum Ende Oktober

Nach Angaben der Düsseldorfer Bezirksregierung wurde dem 27-Jährigen für Ende Oktober gekündigt. Seit Anfang des Monats sei er freigestellt, Dienstag habe er seinen Flughafenausweis abgeben müssen.

"Aus welchen Gründen der Arbeitgeber dem Mann gekündigt hat, entzieht sich unserer Kenntnis", sagte ein Sprecher. Der WDR hatte hingegen berichtet, der 27-Jährige habe das Dienstleistungsunternehmen wegen "Fehlzeiten und Unzuverlässigkeit" verlassen müssen.

Wer am Flughafen Düsseldorf arbeiten will, muss sich erst einer Sicherheitsprüfung unterziehen. Nach Angaben der Bezirkregierung hätten die Mitteilungen aus dem Bundeszentralregister sowie polizeiliche Überprüfungen Anfang April keine relevanten Sicherheitsbedenken ergeben. (dpa)

 
 

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