Mobiles Stadion für Fortuna wegen Song Contest

Foto: Uwe Schaffmeister / WAZ Fotopool
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Düsseldorf.. Für die letzten drei Heimspiele zieht Zweitligist Fortuna Düsseldorf nicht zum Flinger Broich um, sondern in den Stockumer Sportpark. Dort entsteht ein mobiles Stadion. Grund für den Umzug ist der Eurovision Song Contest.

Wenn Lena und der Eurovision Song Contest Fortuna Düsseldorf im Mai 2011 aus der Arena verdrängen, müssen die Zweitliga-Kicker nur einen Katzensprung weit ausweichen. Der Verein und die Stadt wählten jetzt die Variante, die in der NRZ bereits exklusiv präsentiert wurde: Im Arena-Sportpark entsteht ein mobiles Stadion für 20.000 Zuschauer. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat bereits grünes Licht signalisiert, die verbriefte Bestätigung soll in der kommenden Woche folgen.

„Heimspiel muss Heimspiel bleiben, deshalb war der Alternativstandort Bochum nie ein Thema für uns. Nach Abwägung aller Argumente haben wir jetzt die bestmögliche Lösung gefunden“, sagte Oberbürgermeister Dirk Elbers.

Verhandlungen laufen bereits

Das Stadion für die Partien gegen Union Berlin, Bielefeld und Aachen im April und Mai kommenden Jahres entsteht auf dem jetzigen Trainingsplatz neben der Arena. Die Verhandlungen mit dem Schweizer Eventbau-Spezialisten „Nüssli“ laufen bereits. Das Unternehmen zeichnete schon für den Stadion-Bau zur WM in Südafrika mitverantwortlich und hat ähnliche Projekte in England realisiert. Die Schweizer gelten auch als Favorit fürs Erstellen mobiler Arenen zur Weltmeisterschaft 2022 in der Wüste von Katar.

Mit Stahlrohrkonstruktionen werden in Stockum vier Tribünen geschaffen. Im Gästebereich entstehen 2000 Plätze, von den übrigen 18 000 sind 7500 Stehplätze. Die Vorarbeiten sollen im Januar beginnen, bis zum 15. März muss das Stadion laut DFL-Auflagen fertiggebaut sein. „Das stellt aber kein Problem da“, betont Sportdezernent Burkhard Hintzsche.

Die Kosten sind mit etwa 1,5 Millionen Euro zu beziffern. „Exakte Summen kann ich nicht nennen, schließlich sind die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen“, so Hintzsche. Was die Kosten drücken könnte: „Nüssli“ will das Stadion wieder verwenden, anderen deutschen Profi-Vereinen anbieten, die sich in einer ähnlichen Situation wie die Fortuna befinden oder wegen nötiger Umbauten ihr Stadion zeitweilig verlassen müssen.

Trennung der Fan-Gruppen

Zwei Arbeitsgruppen mit Stadt, Verein und Polizei haben sich in den vergangenen Wochen mit der Stadionsuche befasst und sich schließlich gegen den Flinger Broich als Ausweichstätte entschieden. „Anfahrtswege, Parkplätze und Trennung der Fan-Gruppen: Hier hat der Standort Arena-Sportpark eindeutige Vorteile“, begründete Hintzsche. So hätte man im Paul-Janes-Stadion auch nur jeweils sonntags spielen können, „weil da die Geschäfte geschlossen sind und Verkehrsfluss geringer ist. Nur so wären die Fan-Ströme sicher zum Stadion und zurück zu leiten gewesen“, sagte Hintzsche. Wann und wohin die Fortuna während der Bauphase fürs Training umzieht, soll in den kommenden Wochen entschieden werden.

„Eine Rückkehr zum Flinger Broich hätte zwar nostalgischen Charme gehabt. Aber insbesondere unter Berücksichtigung der Sicherheits-Aspekte sind wir mit der jetzigen Lösung sehr zufrieden“, betonte Fortuna-Vorstands-Chef Peter Frymuth.

 
 

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