Mit Traktor und Planwagen auf dem Straßenstrich erwischt

Katharina Rüth
Ein 50-Jähriger war mit Traktor und Planwagen auf dem Straßenstrich in Düsseldorf unterwegs. Wegen Widerstandes gegen Ordnungsamtler und Körperverletzung steht er nun vor Gericht.
Ein 50-Jähriger war mit Traktor und Planwagen auf dem Straßenstrich in Düsseldorf unterwegs. Wegen Widerstandes gegen Ordnungsamtler und Körperverletzung steht er nun vor Gericht.
Foto: ddp/Sascha Schuermann
Ein 50-Jähriger muss sich in Düsseldorf vor Gericht verantworten, weil er Mitarbeiter des Ordnungsamts angegriffen haben soll. Die hatten ihn erwischt, als er im November 2011 mit einem Traktor samt Planwagen in der Charlottenstraße gehalten und eine Prostituierte in seinen Wagen gebeten hatte.

Düsseldorf. Er ist Experte für Ausflüge mit Planwagen, bietet er doch solche für Erholungssuchende am Niederrhein an. Doch sein eigener Planwagen-Ausflug nach Düsseldorf ist ihm weniger gelungen: An der Charlottenstraße geriet der Landwirt (50) mit Männern des Ordnungsamts aneinander, als er eine Dame in seinen Planwagen einlud.

Gegen eine Verurteilung zu 1200 Euro Geldstrafe wegen Widerstands und Körperverletzung war der 50-Jährige in Berufung gegangen, gestern sollte der Prozess stattfinden. Doch weil der Richter erkrankte, fiel der Prozess aus.

Mit einem Traktor, an den ein Planwagen angehängt war, war der Landwirt im November 2011 in die als Straßenstrich bekannte Charlottenstraße eingebogen, hatte eine der dort wartenden Damen angesprochen und war mit ihr im Planwagen verschwunden. Doch das traute Beisammensein endete schnell, denn Mitarbeiter des Ordnungsamts schritten ein und baten sie wieder hinaus.

Handfester Streit mit Mitarbeitern des Ordnungsamts

Zwischen dem 50-Jährigen und den Ordnungsamtlern entstand eine Diskussion, ob es zu sexuellen Handlungen gekommen ist. Immerhin rückte er seinen Personalausweis heraus. Doch in der Folge wurde das Gespräch hitziger. Den Ordnungsamtlern gefiel vor allem nicht, dass der Landwirt immer wieder seine Hände in die Hosentaschen steckte. Sie fürchteten, dass er etwas Gefährliches hervorholen könnte.

Nach Angaben des Landwirts wollte er mit seinem Handy die Polizei rufen, dann sei er von den Männern „verdroschen“ worden. Sie dagegen sagen, sie hätten ihn fixieren wollen, er habe einem von ihnen die Finger zurückgebogen, was dem eine Kapselverletzung einbrachte. Sein Kollege erlitt eine Knieprellung.

Der Landwirt will in der Berufung zeigen, dass er aus Notwehr handelte. Wann der Prozess jetzt stattfindet, steht noch nicht fest.