Mit Selfie Gesicht zeigen für die Düsseldorfer SPD

Dagmar Hornung
Drei SPD-Parteimitglieder und ihre Ideen für Düsseldorfs Stadtteile (von links): Philipp Tacer, Katherina Kabata und Martin Volkenrath.
Drei SPD-Parteimitglieder und ihre Ideen für Düsseldorfs Stadtteile (von links): Philipp Tacer, Katherina Kabata und Martin Volkenrath.
Foto: NRZ
Die Sozialdemokraten startet eine moderne Mitmach-Kampagne. Bis 2020 sollen so 50 stadtteilbezogene Themen bearbeitet werden.

Düsseldorf.  50 Düsseldorfer SPD Mitglieder sollen 50 Themen umsetzen, oder zumindest anstoßen – bis 2020. Das ist das Ziel der neuen SPD-Mitmach-Kampagne „Wir machen Düsseldorf“. Gerade werden die Kampagnen-Inhalte intern kommuniziert, möglichst viele Mitstreiter möglichst gut verteilt aus allen Stadtteilen sollen gewonnen werden. Jetzt haben Andreas Rimkus, Vorsitzender der SPD Düsseldorf und Bundestagsabgeordneter, sowie Karl-Heinz Krems und Peter Rasp, die die Mitmachkampagne leiten, das Konzept, das die Markenagentur M28 entwickelt hat, vorgestellt.

Vier wesentliche Punkte machen die Mitmach-Aktion aus: Zwar werden Stadt- und Stadtteilübegreifende Projekte nicht abgelehnt, aber eigentlich sollte sie Werbetrommel doch für Stadtteilthemen gerührt werden. Dabei sei es ganz wichtig Gesicht zu zeigen: „Wenn Politik für die Menschen nur im Bundestag und in TV-Talkshows stattfindet, führt das zur Entfremdung“, sagt Karl-Heinz Krems. Im Quartier greifbar zu sein gehe nur über den persönlichen Dialog. Außerdem lege die SPD Wert auf die Kontinuität ihrer Themen: Verkehr, Wohnen und Nachbarschaft.

Für die Aktion sollen die Parteimitglieder also als reale Menschen auftreten. Die einzelnen Projektplakate werden daher mit Selfies bestückt – nicht mit professionellen PR-Aufnahmen. Frei nach dem Motto: „Ich bin’s, hier ist mein Projekt.“ So lächelt etwa Katharina Kabata mit Kindern von einem Plakat für Düsseltal. Ihr Projekt: Der Zoopark blüht auf. Zwar sind Arbeiten an dem Park schon durch die Politik beschlossen, aber es gelte noch viele Kleinigkeiten zu verschönern und die Grünanlage durch Aktionen ins Bewusstsein der Bürger zu rücken, die zum Mitgestalten angeregt werden sollen. Auf „Sags-Mir“-Karten etwa, können die Bürger Wünsche und Vorschläge für die jeweiligen Projekte mitteilen. Auf der Internetseite „sags-und.de“ sollen alle Projekte gesammelt und vorgestellt werden. Inhalte werden dort in rund vier Wochen zu findet sein.

Bei Verbreitung der Ideen ist Kreativität gefragt. Mit dem von M28 Markenwerbung entworfenen Design der Plakate und Flyer lassen sich auch kreativere Objekte bedrucken. Etwa einen Überwurf für den Blumentopf oder ein Hunde-Shirt – passend zum Thema Park.

Andreas Rimkus ist überzeugt, dass die SPD in Düsseldorf Trends und auf die richtigen Themen setze – was die Kampagne „Wir machen Düsseldorf“ fortsetzen soll.