Milde Strafe für Gauner mit Störsender

Mit einer umfunktionierten Fernbedienung für ein Garagentor waren zwei Männer im April 2014 auf der Kö geschnappt worden. Sie hatten das Auto eines Touristen gerade ausgeräumt und Kleidung für rund 1300 Euro erbeutet. Wie sich herausstellte, war ihr Garagenöffner so manipuliert, dass damit die Autotüren eines bestimmten Fabrikats per Funk entriegelt werden konnten. Gestern vors Amtsgericht gestellt, kamen die Täter (41/48) milde davon. Für die Richterin blieb unklar, ob das Duo auch das Urlauberauto mit dem Störsender geknackt – oder ob der Tourist den Wagen unverschlossen geparkt hatte.

Beide Angeklagte versicherten, sie hätten beim „Spaziergang“ entlang der Kö „zufällig“ das offene Auto entdeckt – und sich erst nach langem Hin und Her entschlossen, die Chance zum Diebstahl zu nutzen. Dass der 41-Jährige, der seit zwanzig Jahren wegen etlicher Straftaten polizei- und justizbekannt ist, jenen umgebauten Garagenöffner dabei hatte, sei auch nur „Zufall“ gewesen: „Der gehörte einem Bekannten von mir!“ Die Amtsrichterin verhängte gegen den 41-jährigen Serientäter wegen des Kö-Diebstahls acht Monate Bewährungsstrafe, sein Komplize (bisher unbescholten) muss 1200 Euro zahlen.

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