„Mehr Schwarz will ich nicht!“

Erkrath..  Der Kanzlerkandidat der SPD hat ein neues Hobby: Malen. Am Samstagmorgen besuchte Peer Steinbrück auf Einladung der Sozialdemokraten die Alte Dorfschule in Millrath.

Das historische Gebäude stand lange leer und dient jetzt als Künstlertreffpunkt. Der “Förderkreis Kunst und Kulturraum Erkrath” unter dem Vorsitz von Wolfgang Sendermann wurde eigens gegründet, um die Räume zu renovieren und anschließend an Künstler zu vermieten. Die Ateliers und der Ausstellungsraum werden von den Vereinsmitgliedern in Eigenarbeit hergerichtet.

Peer und die Kunst

Neben der Besichtigung der Räumlichkeiten arbeitete Steinbrück höchst selbst an seinem Bild der SPD. Unter der Anleitung von Katy Schnee entstanden zwei Kunstwerke mit Acryl auf Leinwand. Die Vorsitzende der Künstlergemeinschaft Prima Neanderthal hatte zwei Bilder vorbereitet und sich über die Farbwahl Gedanken gemacht: „Passend zur Bundestagswahl habe ich Schwarz, Rot und Gold mitgebracht. Die Buchstaben SPD und die Ziffern 150 sind so aufgeklebt, so dass diese auf dem Untergrund erhaben wirken.“ Mit einer Rolle bekamen die Ziffern und Zahlen ihren roten bzw. goldenen Anstrich von Steinbrück.

Auch das zweite Werk wurde kreativ im Teamwork erstellt. Der Politiker brachte auf den freien Stellen Farbe auf das Bild und beendete sein Werk mit den Worten: „Mehr schwarz will ich nicht“. Die Künstlerin Schnee hatte bereits im Vorfeld ein Portrait des Kanzlerkandidaten gezeichnet. Nachdem vollendetem Farbanstrich enthüllte sie den abgeklebten Teil des Bildes. Eine Kombination aus Gesicht und abstrakter Linienführung wurde sichtbar. Zum Schluss signierte Steinbrück seine Werke mit Stb und Datum. Beide Bilder sollen in Erkrath bleiben und werden höchstwahrscheinlich versteigert, berichtet Schnee.

Kunstszene Erkrath

Detlef Ehlert, Fraktionsvorsitzender der Erkrather SPD erläuterte im Anschluss die Kunstszene der Stadt. 105 Künstler gäbe es, die meisten von ihnen seien in drei relevanten Gruppen organisiert. Zwei davon waren am Samstag anwesend. Auch Ellen Pütz vom Kunstverein suchte das Gespräch mit Steinbrück. Sie und ihre Mitstreiter wollen die Künstler vor Ort durch ihr Engagement unterstützen.

EURE FAVORITEN