Mehr Gewicht für Meinung der Schüler

Die Düsseldorfer Schüler haben ab sofort mehr Mitspracherecht in der Schulpolitik. Der Stadtrat hat beschlossen, der BezirksschülerInnenvertretung (BSV) einen beratenden Sitz im Schulausschuss zu geben. Die BSV ist die gesetzlich legitimierte Vertretung der rund 70 000 Schüler der Landeshauptstadt.

„Wir sind den Fraktionen des Stadtrates, die für diesen Antrag stimmten, sehr dankbar. Schülerinnen und Schüler haben nun endlich das Recht, im Schulausschuss, dem über ihre Schulen bestimmenden Gremium, ihre Meinung zu vertreten“, freut sich Dennis Brune, einer der Schülersprecher des Städtischen Leibniz-Gymnasiums und BSV-Aktiver. „Wir freuen uns auf konstruktive Zusammenarbeit mit dem Schulausschuss“, so Brune.

Auch Niklas Hoff, Vorsitzender der BSV Düsseldorf, freut sich sehr über die Stadtratsentscheidung: „Schon seit über sechs Jahren setzen wir uns dafür ein, dass Schülerinnen und Schüler eine Stimme in der Düsseldorfer Lokalpolitik erhalten.“ Es sei zwar schade, dass man diese Unterstützung nicht schon früher erhalten habe, trotzdem haben man nun ein Grund zum Feiern.

CDU gegen Sitz für Schüler

Einziger Wermutstropfen sei die mangelnde Zustimmung der CDU-Fraktion, deren Mitglieder befanden, Schüler seien ausreichend durch ihre Eltern vertreten. „Wir sind eigenständige, mündige Bürger und möchten auch als solche angesehen werden. Die Idee der Emanzipation scheint leider noch nicht bei allen Stadtratsmitgliedern angekommen zu sein“, so Brune. Insbesondere die Aussage „Schüler können doch durchaus in den hinteren Reihen zuhören“, deshalb benötigten sie kein Rederecht im Schulausschuss, empfindet der BSV-Vorstand als unangebracht. Die BSV wird sich in naher Zukunft insbesondere abermals mit der Thematik maroder Schultoiletten, sowie einer guten Vernetzung der Düsseldorfer Schülervertretungen beschäftigen.

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