Mehr als 60 Flüge in Düsseldorf und Köln/Bonn gestrichen

13.600 Passagiere sind am Donnerstag von den Streiks an den Flughäfen Düsseldorf sowie Köln/Bonn betroffen.
13.600 Passagiere sind am Donnerstag von den Streiks an den Flughäfen Düsseldorf sowie Köln/Bonn betroffen.
Foto: Lars Heidrich / WAZ FotoPool
Zum dritten Mal innerhalb kürzester Zeit müssen sich Flugreisende in Nordrhein-Westfalen wegen Streiks des Sicherheitspersonals auf Beeinträchtigungen im Flugverkehr einstellen. In Düsseldorf legten die Luftsicherheitsassistenten gegen 3.30 Uhr die Arbeit nieder, am Flughafen Köln/Bonn traten sie ab 4 Uhr in den Ausstand.

Düsseldorf. Während am Flughafen Düsseldorf 50 Abflüge und 22 Ankünfte annulliert wurden, waren es am Airport Köln/Bonn 13 Starts und acht Ankünfte.

Lesen Sie in unserer Chronik, wie der Streik an den Flughäfen in Köln und Düsseldorf verlief:

+++ 08.00 Uhr +++ Am Köln Bonn Airport sind von den geplanten 26 Abflügen, die in der Streikzeit von 4 Uhr bis 10 Uhr geplant waren, 13 annulliert worden. Von den 17 geplanten Ankünften mussten acht gestrichen werden, sagte eine Sprecherin des dortigen Flughafens auf Anfrage. Drei Kontrollspuren von normalerweise etwa zwölf sind derzeit geöffnet. Bisher bilden sich keine Schlangen, heißt es in der Pressemitteilung des Airports.

+++ 07.00 Uhr +++ Der Flug AF5877 von Düsseldorf nach Lyon ist wegen eines fehlenden Passagiers mit 35 Minuten Verspätung gestartet.

+++ 06.30 Uhr +++ 50 Abflüge und 22 Ankünfte wurden in Düsseldorf annulliert.

+++ 06.15 Uhr +++ Unser Mitarbeiter David Nienhaus ist auf dem Weg von Düsseldorf über Lyon nach Rom, um dort über das Europa-League-Spiel zwischen Lazio Rom und Gladbach zu berichten. Sein Flug AF5877 (Abflug 06.25 Uhr) ist halbwegs pünktlich. Wer sich auf lasche Sicherheitskontrollen eingestellt hat, habe sich getäuscht, berichtet er. Einige Gladbach-Fans werden verschärft kontrolliert. Der Sicherheitscheck dauert rund 30 Minuten.

+++ 06.05 Uhr +++ Am Flughafen in Düsseldorf ist die Stimmung am frühen Donnerstagmorgen entspannt. Während einige Kamerateams Bilder der längeren Warteschlangen aufnehmen, machen sich die verdi-Streikenden lautstark mit Trillerpfeifen bemerkbar.

Liveticker zum Streik an den NRW-Flughäfen

Am größten NRW-Flughafen Düsseldorf zeigten die Anzeigetafeln am Morgen bereits zahlreiche gestrichene Flüge ins In- und Ausland an. Mit Schichtbeginn um 3.30 Uhr hatten die Beschäftigten dort die Arbeit niedergelegt. 50 Abflüge und 22 Ankünfte mussten annulliert werden, sagte eine Sprecherin. Ursprünglich waren für Dienstag 580 Flugbewegungen mit 13 600 Passagieren geplant, davon 147 Flüge für den Streikzeitraum bis 10.00 Uhr. An den Sicherheitskontrollen bildeten sich einige Warteschlangen. Fluggäste wurden mit kleinen Speisen und Trinkwasser versorgt.

Auch am Flughafen Köln/Bonn waren die Auswirkungen des Streiks am Morgen zu spüren. Von 26 geplanten Abflügen mussten 13 abgesagt werden, von den 17 geplanten Ankünften waren es acht acht. Im Vergleich zum ganztägigen Streik der vergangenen Woche, der rund 10 000 Reisende getroffen hatte, halte sich der Schaden aber in Grenzen, sagte eine Sprecherin des Flughafens. "Es wird nicht solche Auswirkungen haben wie die ersten Streiktage, die wir in Köln/Bonn schon erlebt haben. Die Leute sind sensibilisiert und informieren sich vorab."

Streik an Flughäfen auf Morgenstunden begrenzt

Aus Rücksicht auf die Fluggäste werde der Streik dieses Mal aber auf die Morgenstunden begrenzt und um 10 Uhr enden, wie ver.di-Sprecher Günter Isemeyer am Donnerstag auf dapd-Anfrage sagte.

Der Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Arbeitgebern der privaten Sicherheitsbranche in Nordrhein-Westfalen steckt in einer Sackgasse. Verdi fordert für die 34 000 Beschäftigten bis zu 30 Prozent mehr Lohn, die Arbeitgeber bieten zwischen fünf und neun Prozent. (dpa/dapd)

 
 

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