Mario Barth macht sich auf Facebook über Düsseldorfer Fahrradpolitik lustig

Mario Barth macht sich über die Düsseldorfer Fahrradpolitik lustig.
Mario Barth macht sich über die Düsseldorfer Fahrradpolitik lustig.
Foto: Imago
Mario Barth nimmt die Düsseldorfer Fahrradpolitik via Facebook auf die Schippe: Der Berliner postete in dem sozialen Netzwerk vor ein paar Tagen ein Bild von sich, das ihn auf der Brend’amourstraße an der Einmündung zur Luegallee zeigt. Er deutet auf ein kryptisches Fahrradsymbol und fragt: "Sparen ist ja schön und gut, aber so???"

Düsseldorf. Mario Barth weist neuerdings gern und oft auf die kleinen und großen planerischen Katastrophen in Deutschland hin. So hat er sich in seiner „investigativen“ Comedy-Show „Barth deckt auf“ über Steuergelderverschwendung am Flughafen Berlin-Brandenburg ausgelassen. Jetzt nimmt er die Düsseldorfer Fahrradpolitik via Facebook auf die Schippe: Der Berliner Barth, der eine Wohnung in Düsseldorf besitzt, postete in dem sozialen Netzwerk vor ein paar Tagen ein Bild von sich, das ihn auf der Brend’amourstraße an der Einmündung zur Luegallee zeigt. Er deutet auf ein auf die Straße gemaltes, rotes, zwei Meter langes Fahrradsymbol mit Pfeilen, die gegen die Einbahnstraße zeigen. Die Bildunterschrift lautet: Sparen ist schön und gut, aber so???

Tatsächlich wird der Biker hier eher verwirrt als geleitet. Darf er überhaupt gegen die Einbahnstraße fahren? Und wenn, dann wie weit? Schließlich könnte die Fahrt durch die enge Bend’amourstraße für den Pedalritter gefährlich werden. Denn am anderen Ende der Straße, weiß kein Autofahrer mehr, dass ihm ein Radler entgegen kommen könnte.

„Dümmste Stadt der Welt“

Barths Follower auf Facebook machen sich über die Düsseldorfer Planer lustig. Kommentare wie der „kürzeste Radweg der Welt“ oder „die dümmste Stadt der Welt, die erst NACH Beginn der Markierungsarbeiten den Fehler mit der Einbahnstraße bemerkt hat“, gibt es da zu lesen. Ein anderer User witzelt: „Nein, das ist ein Fahrradparkplatz. Und man darf das Rad nur mit dem Vorderrad Richtung Pfeil hinstellen!“

Die Verantwortlichen vom Düsseldorfer Amt für Verkehrsmanagement können nur bedingt über Barths virtuellen Auftritt lachen. „Ja, diese Straße ist für Radfahrer in beide Richtungen frei gegeben“, bestätigt Amtsleiterin Andrea Blome. „Und die Markierung ist dafür da, dass Autofahrer an dieser Stelle eben Acht auf die Radler geben.“ Durch das Symbol auf der Straße solle gewährleistet sein, dass die Autos beim Abbiegen die entgegenkommenden Radfahrer nicht blockieren.

Blome: „Natürlich müssen die Radler danach auf der engen Straße ihrerseits aufpassen, aber das müssen sie als schwächerer Verkehrsteilnehmer immer.“

In Düsseldorf sind in den vergangenen Jahren nach und nach immer mehr Einbahnstraßen für Radler frei gegeben worden, aktuell sind es bereits 220. In der Regel wird auf diese Vorfahrt gleich unter dem Einbahnstraßenschild mit dem weißen Balken auf rotem Untergrund hingewiesen. Piktogramme auf dem Straßenpflaster sind die Ausnahme. Rund 100 Euro kostet es, ein solches Symbol aufs Pflaster zu bekommen. „Das ist uns für die Sicherheit unserer Radfahrer nicht zu viel Geld“, sagt Blome.

 
 

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