Lufthansa dünnt das Langstrecken-Angebot ab Düsseldorf aus

NRZ
Und tschüss: 2014 verlagert Lufthansa auch in Düsseldorf den Großteil ihrer Europa-Verbindungen auf die Billigtochter Germanwings. Auch die Langstrecken stehen zur Disposition.
Und tschüss: 2014 verlagert Lufthansa auch in Düsseldorf den Großteil ihrer Europa-Verbindungen auf die Billigtochter Germanwings. Auch die Langstrecken stehen zur Disposition.
Foto: ddp WP
Die Lufthansa dünnt ihr Langstrecken-Angebot ab Düsseldorf aus. Zum Winterflugplan stellt das Unternehmen die Verbindung nach Miami ein, deshalb wird einer von drei A 340-Fliegern zunächst abgezogen. Auch die weitere Zukunft in Düsseldorf sieht wegen des Sparprogramms düster aus.

Düsseldorf. Während Air Berlin am Düsseldorfer Flughafen vor allem ihre USA-Langstrecken aufgestockt hat, reduziert die Lufthansa ihr Fernziel-Angebot. Deutschlands größte Airline, die bisher drei Langstrecken-Flieger vom Typ Airbus A 340 in Düsseldorf stationiert hatte, stellt zum Winterflugplan ihren Flug nach Miami ein, auch im Sommer wird er nicht angeboten.

Als Grund nannte das Unternehmen wirtschaftliche Gründe, denn das hier eingesetzte Flugzeug könne auf anderen Strecken profitabler eingesetzt werden. Damit bietet Lufthansa jetzt nur noch Langstrecken-Flüge von Düsseldorf nonstop nach New York und Chicago an und hat im Winter nur noch zwei Langstrecken-Flieger hier stationiert.

Im kommenden Sommer wird dann wieder der Nonstop-Flug nach Toronto in Kanada angeboten – allerdings nur noch mit Business- und Economy-Class. Die noble und teure First-Class, bei der grundsätzlich ein Buchungsrückgang festzustellen ist, wird nicht mehr angeboten. Kommenden Sommer wird der dritte Langstrecken-Flieger dann wieder am Airport stationiert.

Abzug der Langstrecken angedroht

Doch wie sieht Lufthansa die weitere Zukunft in Düsseldorf? Wohl eher düster: Von der bereits für vergangenes Jahr angekündigte Verbindung nach Tokio ist längst keine Rede mehr. Und das komplette Deutschland- und Europa-Programm ab Düsseldorf wird im kommenden Jahr an die Billig-Tochter Germanwings übergeben. Nur noch die Zubringer-Flüge von und zu den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt und München wird nach den Plänen des aktuellen Lufthansa-Sparprogramms die Kranich-Airline selbst anbieten.

Auch die Zukunft der verbliebenen Langstrecken von Düsseldorf ist ab Winterflugplan 2014 fraglich. Die werden, so die Touristik-Fachzeitschrift FVW unter dem Titel „DUS muss Federn lassen", möglicherweise komplett eingestellt. Mit diesem Druckmittel soll Lufthansa in die Verhandlungen um die Start- und Landegebühren mit dem Flughafen gegangen sein.

Denn Lufthansa steht unter enormen Druck und muss Kosten sparen. Um Zugeständnisse bei den Konditionen zu erreichen, will Lufthansa laut FVW den Flughafen allerdings mit der Stationierung eines vierten Langstrecken-Fliegers am Rhein locken. Das würde für Düsseldorf dann allerdings zusätzliche Langstrecken-Ziele bedeuten. Doch erst einmal wird vorsichtshalber die Zahl der in Düsseldorf stationierten Flugbegleiter reduziert...