Lärmbelästigung durch Verkehr hat Grenze überschritten

Sarah Wagenknecht ist Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete für die Linke. Sie hatte in ihr Düsseldorfer Büro jetzt Verkehrslärm-Initiativen eingeladen.
Sarah Wagenknecht ist Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete für die Linke. Sie hatte in ihr Düsseldorfer Büro jetzt Verkehrslärm-Initiativen eingeladen.
Foto: Sergej Lepke / WAZ Fotopool
Die Linke ist besorgt um die Gesundheit der Düsseldorfer. Die Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht hat Verkehrslärm-Initiativen in ihr Wahlkreisbüro eingeladen. Die Linke will sich in Berlin für die Belange vor Ort einsetzen.

Um chronischen Lärm ging es in einem Gespräch mit Bürgerinitiativen und Politikern der Linken aus Bund und Kommune, das auf Einladung der Düsseldorfer Bundestagsabgeordneten Sahra Wagenknecht in ihrem Wahlkreisbüro stattfand. Vertreter verschiedener Verkehrslärm-Initiativen machten den dringenden Handlungsbedarf an der A46, um den Düsseldorfer Flughafen und an der künftigen Schienen-Magistrale Rotterdam/Genua deutlich.

„Chronischer Lärm ist gerade auch in Düsseldorf mit seinem großen Verkehrsaufkommen ein gravierendes Problem. Bundesweit sind nach Expertenmeinung geschätzte 4000 Herzinfarkte allein auf Straßenlärm zurückzuführen“, sagte Sahra Wagenknecht nach der Gesprächsrunde. Um die gesundheitlichen Risiken der Anwohner zu senken, seien dringend wirksame Maßnahmen zur Eindämmung der Lärmbelastung notwendig. Die Linke fordert daher ein verbindliches Lärmschutzgesetz und eine deutliche Aufstockung der Mittel für den Lärmschutz.

„Gemeinsam mit dem Herbert Behrens, dem Verkehrsexperten meiner Fraktion, und den Kommunalpolitikerinnen und -politikern der Linken vor Ort unterstütze ich die Bürgerinitiativen in ihrem Bemühen, die Lärmbelastung der Menschen deutlich zu reduzieren“, so Wagenknecht. „Eine bürgerfreundliche Verkehrspolitik muss sich zu allererst am Gesundheitsschutz der betroffenen Anwohner orientieren.“

Nach dem Gespräch in Düsseldorf stellte Herbert Behrens, Obmann der Links-Fraktion im Verkehrsausschuss des Bundestages, fest: „Die Lärmbelastung für die Düsseldorfer Bevölkerung hat die Grenze des Erträglichen überschritten. Bei den Lösungsvorschlägen der Vertreter der Bürgerinitiativen liegen wir nicht sehr weit auseinander. Darum werden wir sowohl auf der Bundesebene, als auch in der Kommunalpolitik die Zusammenarbeit zwischen den Initiativen und meiner Partei intensivieren.“