Kunst am Tatort

Mettmann..  Das Gebäude der Polizei in Mettmann wandelte sich am Sonntag zur Ausstellungsfläche für Erkrather Künstler. Die Flure wurden zur Galerie und der Vorraum zum Laufsteg. Mit einer kleinen Zeitverzögerung eröffnete Verwaltungschef Otto Berger als Hausherr die Vernissage und hieß alle Gäste herzlich willkommen. Bei ihrem anschließenden Grußwort skizzierte Edeltraut van Venrooy, stellvertretende Bürgermeisterin von Erkrath, die Künstler:

Katy Schnee malt in unterschiedlichen Varianten mit Acryl oder Öl auf Leinwand. Gleichermaßen gegenständlich wie abstrakt. Ihre Bilder erzählen vom Tukan im Bambus oder vom wilden Wasserrad. „Das Leben ist bunt, aber nicht immer hat es meine Lieblingsfarbe. Deshalb male ich“ lacht die Künstlerin bei ihrer Eingangsrede. Ihre Werke sind bis zum 29.04.2013 zu sehen. Mode am Tatort gab es unter dem Label „Freyfrau“. Gabriele Freymann fertigt extravagante Mode aus Naturstoffen wie Wolle oder Samt. Ihre Kollektion reicht von Armstulpen bis zum Hut. Hosen, Jacken oder Kleider sind typischerweise an den Oberschenkeln weit gefertigt. Die Teilnehmerinnen der Modenschau waren ganz normale Frauen, zwischen Anfang 30 und Ende 70. Alle mit offensichtlichem Spaß auf dem Mettmanner Laufsteg. Die musikalische Untermalung gestaltete Volker Rapp mit eigenen Kompositionen.

Lila Frösche oder braune Salamander fanden sich ebenfalls ein. Aber nicht lebendig, sondern als ungewöhnlicher Halsschmuck von Karin Grunwald. Begrüßt wurden die Gäste im oberen Stockwerk von einer Holzskulptur aus der Werkstatt des Bildhauers Dirk Müller. Fast wie eine Hommage an Marilyn Monroe weht der weiblichen Figur der Rock hoch. Fast brav wirkt dagegen die andere Skulptur im Souterrain. „Die beiden Werke sind aus einem Stamm gefertigt“ berichtet er. Das Holz stammt von einer amerikanischen Fichte, die wetterfest ist. Lediglich die Schuhe der einen Figur sind extra gefertigt, damit diese insgesamt genügend Höhe bekommt. Alle Kunsthandwerker sind Mitglieder der Vereinigung Prima Neanderthal.

Hannelore ist mit ihrer Freundin das erste Mal zu Gast bei der Mettmanner Polizei. Ihr hat die Modenschau sehr gut gefallen. Vor allem, weil die Mode tragbar ist für Frauen, die etwas fülliger sind. Die kleinen Leckereien von Gummibärchen bis Negerküssen versüßten ihr den Kunstgenuss.

 

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