Kiosk am Tausendfüßler wird für Wehrhahnlinie versetzt

Die Bude am Tausendfüßler in der Düsseldorfer City muss erneut für Bauarbeiten weichen, diesmal für die zur Wehrhahnlinie. Foto: Kai Kitschenberg / WAZFotoPool
Die Bude am Tausendfüßler in der Düsseldorfer City muss erneut für Bauarbeiten weichen, diesmal für die zur Wehrhahnlinie. Foto: Kai Kitschenberg / WAZFotoPool
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Düsseldorf. Thomas Dömer (52) und sein Kiosk unter dem Tausendfüßler müssen mal wieder umziehen. Seit 13 Jahren hat Dömer sein Büdchen, und nun ist es schon sein dritter Umzug wegen der umfangreichen Buddeleien in der City.

Vor drei Jahren begann „Wanderkiste“, wie Dömer es bezeichnet. Die erste Versetzung auf die gegenüberliegende Seite, nur wenige Meter weiter, ruinierten fast den Kioskbesitzer, weil die Kunden ausblieben. „Das war ein ganz schlimmes Jahr“, so Dömer. Doch dann musste der Kiosk wieder versetzt werden. Am Jan-Wellem-Platz, direkt auf die Fußgängerpassage, nahe den Bahnen, stieg der Umsatz wieder.

Nun soll er aufgrund der Bauarbeiten für die Wehrhahnlinie erneut umziehen – wieder ein paar Meter weiter – an die Schadowstraße 49. Aus verkehrstechnischen Gründen wird das Büdchen in der Nacht vom Montag auf Dienstag versetzt.

Die Fläche hat er selbst entdeckt, nachdem ihm die Behörden nicht weiter helfen konnten. Doch sobald Dömer den Behörden den Standort vorgeschlagen hatte, wurde sogleich alles vermessen, die Leitungen neugelegt und die Straße asphaltiert.

Überhaupt waren die Mitarbeiter des Verkehrsmanagement und der Werhahnlinie hilfsbereit, entgegenkommend und zeigten Anteilnahme. Dafür ist der fidele Kioskbesitzer den Behörden sehr dankbar. Dömer nimmt den jetzigen Umzug mehr mit Erleichterung denn mit Humor hin. Immerhin hat er weiterhin seine Arbeit. Und weil das Büdchen sich immer noch in der Fußgängerzone befindet, fürchtet er sich auch vor Umsatzverlusten nicht.

Und wenn der Umbau der Schadowstraße endlich fertig wird, dann soll der Kiosk an seinen Stammplatz zurück, an dem er schon vor 50 Jahren stand: auf den Jan-Wellem-Platz. „Aber das ist noch Zukunftsmusik“, lacht Dömer.

 
 

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