Internet-Telefonanbieter Sipgate erpresst - 200.000 Kunden betroffen

Mehr als 200.000 Kundenanschlüsse sind von einem Angriff auf den Internet-Telefonanbieter Sipgate betroffen. Diese waren teilweise gestört. Erpresser hatten Überlastungsangriffe - so genannte Ddos-Attacken - auf die Infrastruktur des Unternehmens gestartet. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen aufgenommen.

Düsseldorf.. Der Internet-Telefonanbieter Sipgate ist von Cyber-Kriminellen attackiert worden. Mehr als 200.000 Kundenanschlüsse seien betroffen gewesen, sagte Geschäftsführer Thilo Salmon in Düsseldorf am Montag auf Anfrage.

Die Erpresser hätten massive Überlastungsangriffe auf die Infrastruktur des Unternehmens unternommen, so genannte Ddos-Attacken. Zugleich sei eine Geldforderung der Angreifer eingegangen. Nachdem das Unternehmen nicht gezahlt habe, seien die Attacken intensiviert worden.

Sipgate habe das Cybercrime-Zentrum des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamts eingeschaltet und Strafanzeige erstattet. Die Attacke sei eigenen Kenntnissen zufolge vermutlich aus einem sogenannten Botnetz erfolgt.

Dabei werden gekaperte Rechnerkapazitäten ahnungsloser Computerbesitzer eingesetzt. Die geforderte Geldsumme sollte in der Internetwährung Bitcoin an eine anonyme Bitcoin-Adresse gezahlt werden.

Münchener Bankhaus von Attacke betroffen

Sipgate habe mit Hilfe eines Dienstleisters versucht, die Angriffe abzuwehren. Bis dies schließlich bei der letzten Angriffswelle zum Erfolg geführt habe, seien die Kundenanschlüsse stundenweise gestört gewesen. Auch ein Bankhaus in München sei von den Erpressern attackiert worden.

Ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) in Düsseldorf bestätigte den Fall: Die Staatsanwaltschaft Köln habe wegen der Vorgänge ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und das LKA mit den Ermittlungen beauftragt. (dpa)

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen