„Grüne und SPD sind Pharisäer“

„Das ist doch Scheinheiligkeit , reagiert CDU-Fraktionschef Friedrich G. Conzen auf die Stellungnahmen von SPD und Grünen zur IDR-Affäre. Foto: Kai Kitschenberg / WAZ FotoPool
„Das ist doch Scheinheiligkeit , reagiert CDU-Fraktionschef Friedrich G. Conzen auf die Stellungnahmen von SPD und Grünen zur IDR-Affäre. Foto: Kai Kitschenberg / WAZ FotoPool
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Scharf reagierte Friedrich G. Conzen am Dienstag in der IDR-Affäre auf die Opposition im Düsseldorfer Rat. „Das ist doch Scheinheiligkeit von SPD und Grünen“, schimpfte der CDU-Fraktionschef.

Düsseldorf. „Einen kleinen Brechreiz bringt mir das schon…“ Conzen betonte, dass auch die anderen Parteien „gegen den Geist des Parteiengesetzes“ verstoßen haben. Damit reagierte er auf eine umstrittene 6000 Euro-Spende, die die CDU von einer Tochterfirma der stadteigenen Immobilienfirma IDR erhalten hatte. Auch Grüne und SPD hatten in der Vergangenheit Spenden angenommen, allerdings in weitaus geringerer Höhe.

Auch der Vorwurf, man habe sich von städtischen Tochterunternehmen bei Info-Veranstaltungen bewirten lasse, trifft laut Conzen nicht nur auf die CDU sondern auch auf andere Fraktionen zu. „Das ist Heuchelei, das sind Pharisäer“, polterte Conzen gegen Rot-Grün.

Er bezieht sich damit auf zwei Infoveranstaltungen, zu der die CDU-Fraktion 2005 und 2007 von der IDR, bzw. einer Tochter eingeladen wurden. „Andere Fraktionen sind zum Beispiel bei der Messe gewesen…“ Unverständlich ist für den Vorstand der CDU-Fraktion die Höhe der Rechnungen, laut IDR-Unterlagen einmal 7546 für 80 Personen und einmal 15 000 Euro für 100 Personen. „Wer bei diesen Veranstaltungen dabei war, weiß, was dort konsumiert wurde“, so Conzen. Sein Stellvertreter Rüdiger Gutt: „Jeder, der diese Summen gehört hat, war konsterniert.“ Conzen: „Man muss sich fragen, ob in diese Rechnungen nicht noch etwas ganz anderes eingeflossen ist…“ Damit bringt Conzen eine mögliche Fälschung der Rechnung durch den Caterer mit Wissen von IDR-Chef Pröpper ins Spiel. Der wird heute vom IDR-Aufsichtsrat möglicherweise gefeuert.

 
 

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