Gottvater des flachen Flachses

Fips Asmussen.
Fips Asmussen.
Foto: OH
Einer geht noch: Der 76-jährige Fips Asmussen kalauerte am Samstagabend im Düsseldorfer Savoy Theater. Und das zweieinhalb Stunden lang.

Düsseldorf..  Der Protagonist des Abends betritt mit gemächlichen Schritten die Bühne des Savoy Theaters. Er blickt einmal ins gut gefüllte Auditorium und begrüßt einen recht rundlichen Gast ist der ersten Reihe mit der Frage, ob ihm denn ein Sitz ausreiche. „Sie essen nicht zu viel, sie gehen nur nicht oft genug aufs Klo.“ Erster Applaus für den König der Kalter-Kaffee-Kalauer.

Mit 76 Jahren ist Fips Asmussen immer noch ein fulminanter Verfechter des flachen Flachses. Das beweist er in den folgenden zweieinhalb Stunden eindrucksvoll mit über 500 mehr oder minder gehaltvollen Witzen. Eine quantitative Meisterleistung.

Dabei dürfen Schenkelklopfer aus der Mottenkiste nicht fehlen. Was macht Angela Merkel mit ihren alten Klamotten? Sie trägt sie. Oder: Sigmar Gabriel kann mit einem Furz ein ganzes Schlauchboot aufblasen.

Asmussen, der eigentlich Rainer Pries heißt, kalauert gerne über sein vermeintliches Berufsleben. Als Arzt wurde ihm die Approbation entzogen, weil er ein halbes Hähnchen krankgeschrieben hat. Als Leuchtturmwärter wurde er entlassen, weil er vor dem Schlafen immer das Licht ausmachte. Er hatte auch schon mal 2000 Leute unter sich: als Friedhofswärter. Eine Zeit lang vermietete Fips Brennholz und macht damit jede Menge Asche. Und als Diplom-Mathematiker zog er sehr oft die Wurzel aus einer Unbekannten.

Natürlich hat das Nordlicht auch Witze aus dem Ehe-Leben in seinem Fundus. „Meine Frau hat mir zum Geburtstag ein Aftershave geschenkt, dabei rasiere ich mich doch nur im Gesicht.“ Und als sich die Gattin sich beklagte, dass sie jeden Tag zwölf Stunden arbeiten müsse, gab’s die Antwort: Du wolltest doch einen Halbtags-Job.“ Das teils erstaunlich junge Publikum quittiert’s mit viel Applaus und lauten Lachern.

Asmussen kann auch philosophisch

Am Ende wird Asmussen, den das Savoy als „Gottvater des Humors“ angekündigt hatte, sogar fast philosophisch: „Egal wie viel Gutes du in deinem Leben geleistet hast: Entscheidend dafür, wie viele Leute zu deiner Beerdigung kommen, ist das Wetter.“

Verblüffendes Fazit: Wer sich darauf einlässt und sein Hirn an der Garderobe abgibt, kann mit Fips Asmussen einen vergnüglichen Abend haben.

 
 

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