Gefälschte Abrechnungen

21 Monate Bewährungsstrafe wegen Betruges und Urkundenfälschung hat das Düsseldorfer Amtsgericht gestern gegen einen pensionierten Finanzbeamten (67) verhängt. Er gab zu, dass er fast vier Jahre lang das Landesamt für Besoldung und Versorgung sowie zwei Krankenversicherungen durch gefälschte Abrechnungen um rund 20 000 Euro geprellt hatte. Bei der Beihilfestelle reichte er mehr als 140 erfundene Rechnungen von Physiotherapeuten ein, kassierte die Hälfte der angeblichen Behandlungskosten, ließ sich die andere Hälfte von privaten Versicherungen erstatten. Auch seine Frau (64), die als Finanzbeamtin im mittleren Dienst arbeitet, musste gestern mit auf die Anklagebank, wurde aber von jedem Verdacht der Mittäterschaft freigesprochen.

Ihr Mann hatte stets versichert, er habe ohne ihr Wissen gehandelt, sei in der Familie allein für die Finanzen zuständig gewesen. Dem ist der Staatsanwalt gefolgt und auch das Gericht. Da seine Strafe mehr als zwölf Monate beträgt, droht ihm nun auch die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis. Den angerichteten Verlust bei der Beihilfestelle und den Krankenkassen hat er inzwischen bis auf rund 5000 Euro zurückgezahlt.

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