Gaslaternen - Initiative Düsseldorfer Gaslicht kämpft weiter

Die Initiative Düsseldorfer Gaslicht zieht Bilanz.
Die Initiative Düsseldorfer Gaslicht zieht Bilanz.
Foto: Katharina Gilles
Die Initiative Düsseldorfer Gaslicht sieht die Stadtverwaltung beim Erhalt der Gaslaternen in der Verantwortung. Engagement der Bürger weiterhin groß.

Düsseldorf.. Die Initiative Düsseldorfer Gaslicht kämpft weiterhin für die Laternen in der Stadt. „Trotz Ratsbeschluss und großem Engagement der Bürger hält die Stadtverwaltung unbeirrt an ihrem Kurs fest, so viele Gaslaternen wie möglich abzureißen“ – so lautet das Resümee der Initiative nach diversen Veranstaltungen zur Bürgerbeteiligung.

Die rund 600 Bürger, die daran teilgenommen haben, hatten fast einhellig den Erhalt der wertvollen und einmaligen Gasbeleuchtung in den Wohnquartieren gefordert. Auch ein Ratsbeschluss sieht vor, mindestens 4000 der mehr als 14 000 Gaslaternen zu behalten. Doch daran scheint sich die Stadtverwaltung laut Initiative nicht zu halten. „In der Präsentation des Wuppertaler Planungsbüros wurden nur 3300 Gaslaternen untersucht. Die Frage ist, was ist mit dem Rest?“, sagt Hermann-Josef Piepenbrock von der Initiative. Die Stadt ignoriere vollkommen, dass die Rede von „mindestens 4000“ Laternen sei. Vielmehr behandle die Stadt diese Zahl aber als Obergrenze. Dabei sei noch Luft nach oben, so Piepenbrock.

Dabei sind die Gaslaternen ein Kulturgut der Industrie, wie Lutz Cleffmann noch einmal erklärt. „Sie versorgen die Straßen mit angenehmen Licht. Es gibt auch keinen technischen Grund mehr für einen Abriss. Die Stadtwerke können die Laternen weiterbetreiben.“

Thema wird im Rat noch einmal neu diskutiert

Dadurch, dass die Stadtwerke die technischen und rechtlichen Voraussetzungen für den Weiterbetrieb geschaffen haben, sei das Thema auch im Rat noch einmal neu diskutiert. Dieses Engagement weiß die Initiative sehr zu schätzen.

Auf Unmut stößt bei der Initiative allerdings die Forderung der Verwaltung, dass die Bürger ihre Wünsche für zu erhaltende Gaslichter noch einmal schriftlich an die Stadt schicken sollen. „Es kann nicht sein, dass die Bürger Expertisen einreichen müssen. Das sollte mit dem vorherigen Fragenkatalog eigentlich schon längst abgearbeitet sein“, so Piepenbrock. Zudem sei es für die Bürger schwer verständlich wie das überhaupt funktioniert. Auch Fragen der Bürger auf den Veranstaltungen blieben oftmals unbeantwortet. „Wir empfinden das als Farce. Es scheint fast so, als wollte die Stadtverwaltung das lieber im Stillen lösen“, so Piepenbrock.

Johann Werner Fliescher von Haus und Grund spricht hingegen noch ein ganz anderes Problem an: „Es ist nicht klar geworden, welche Kosten auf die Bürger durch die Erneuerung der Straßenbeleuchtung zukommen.“ So werden unter Umständen Kosten produziert, die vor allem von kleineren Vermietern über die Miete wieder hereingeholt werden müssten. Und das könne laut Fliescher einfach nicht sein.

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen