Fortuna Düsseldorf verbannt "HoGeSa"-Symbole aus dem Stadion

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Rechts oder nicht rechts? Die politische Ausrichtung der "Hooligans gegen Salafisten" sorgt noch für Diskussionen. Jetzt hat Fortuna Düsseldorf als erster Profi-Verein reagiert und "HoGeSa"-Symbole aus dem Stadion verbannt. Das "gewaltverherrlichende Potenzial" lasse keinen Spielraum für Toleranz.

Düsseldorf. T-Shirts oder Banner mit dem "HoGeSa"-Schriftzug sind im Stadion von Fortuna Düsseldorf künftig verboten. Als erster Profi-Verein hat Fortuna am Mittwoch jegliche Symbole der "Hooligans gegen Salafisten" in seinem Stadion verboten.

Das gewaltverherrlichende Potenzial und der offen zur Schau gestellte, fremdenfeindliche Hintergrund der "Hooligans gegen Salafisten" lasse keinen Spielraum für Toleranz zu, teilte der Verein mit. Das Verbot gilt gleichzeitig auch für die "Gnuhonnter", die eng mit "HoGeSa" verbunden sind.

Hooligans bestreiten rechtsextremen Hintergrund

Fortuna Düsseldorf trete rassistischen, verfassungs- und fremdenfeindlichen Bestrebungen entschieden entgegen, heißt es weiter. Die Stadionordnung verbiete das Tragen von Kleidungsstücken oder das Zeigen von Symbolen, die Schriftzüge mit eindeutig rassistischen, fremdenfeindlichen, gewaltverherrlichenden oder diskriminierenden Tendenzen enthalten.

Am Sonntag war es in Köln bei einer Demonstration mit 4500 Teilnehmern zu schweren Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Mehrere Beamte wurden verletzt. Die Veranstalter, die sich "Hooligans gegen Salafisten" nennen, betonen zwar, ihre Mitglieder entstammten überwiegend der bürgerlichen Bevölkerung. Zu den Teilnehmern der Demonstration gehörten aber auch bundesweit bekannte Rechtsextremisten wie Siegfried Borchardt alias "SS-Siggi".