Fast 30 Schuhgeschäfte gibt es in der Altstadt

Für Rainer Gallus, Geschäftsführer des Handelsverbands Nordrhein-Westfallen, ist klar: Die Altstadt bietet aus seiner Sicht ein besonderes Einkaufsgefühl. „Es ist diese besondere Mischung aus Flair, historischem Stadtbild, der Nähe zur Rheinpromenade und der ungewöhnlichen Dichte an inhabergeführten Fachgeschäften, die die Altstadt für Schuhkäufer jeden Alters und weit über Düsseldorfs Grenzen hinaus so attraktiv macht“, sagt er. Und in der Tat, wer nach Schuhen stöbern will, der hat die Qual der Wahl: In den Gassen und Straßen dicht gedrängt in knapp 30 Geschäften von Birkenstock und Deichmann über Paul Green und Lotusse bis zu Timberland und Vans gibt es alle Arten von Schuhen und das in allen Preislagen.

Kein Wunder, dass beispielsweise Floris van Bommel, Schuhmacher aus der gleichnamigen holländischen Familien-Dynastie, gemeinsam mit seinen drei Brüdern den zweiten, in eigener Regie geführten deutschen Store am kommenden Dienstag in der Altstadt eröffnet. „In Düsseldorf gibt es nur eine Lage, die zu unserer Marke passt: Der Bereich zwischen Graben- und Mittelstraße Richtung Carlsplatz”, sagt van Bommel. „Nun eröffnen wir genau an der Stelle, an der beide Straßen in T-Form zusammentreffen“, so der niederländische Unternehmer. Düsseldorf sei eine großartige Einkaufsstadt. „Als sich die Gelegenheit bot, in dieser Lage der Mittelstraße zuzugreifen, haben wir keine Minute gezögert. Eine bessere Plattform hätten wir uns nicht wünschen können“, betont der Kreativ-Direktor.

Damit bestätigt er die Ergebnisse bundesweiter Umfragen in Großstädten, die der Einzelhandelsverband gemeinsam mit dem Institut für Handelsbefragung in Köln gemacht hat. „Wir haben Passanten gefragt, was sie in ihrer Einkaufstasche haben“, erklärt Rainer Gallus. „Mehr als zwei Drittel von ihnen – genau 36 Prozent – sind demnach nach Düsseldorf in die Altstadt gekommen, um Schuhe zu kaufen.“ Und offenbar ist das Angebot auch in Kapuzinergasse, am Marktplatz, in Graben- und in der Wallstraße, wo es vom Sportschuh bis zum Pumps, vom Cowboystiefel bis zum Slipper alles gibt, so umfangreich, dass die befragten Käufer „wunschlos glücklich waren“: Denn 98,4 Prozent von ihnen – ob Trendsetter oder Fan von Bequemschuhen – gaben an, nichts zu vermissen an Sortimenten. Klassisch, progressiv, crazy – für jeden Kunden ist was dabei.

Düsseldorf und besonders die Altstadt haben als Schuhmekka ebenso international einen Namen – schließlich wurde hier 1955, also genau vor 60 Jahren, die Schuhmesse GDS gegründet. Da in der Schuhbranche nach Mailand eigentlich nur noch Düsseldorf kommt, bedeutet dies – alle großen Marken sind zwei Mal im Jahr auf dem Messegelände und in ihren Showrooms mit den neuesten Kollektionen vertreten und die Einkäufer aus aller Welt reisen an. Dann nutzt natürlich auch der Handel vor Ort die Gelegenheit, sich mit attraktiven Schaufenstern in Szene zu setzen. „Und mit dem neuen GDS-Konzept ,Out of the box’ ist die Schuhmesse im Straßenbild präsent“, sagt Rainer Gallus vom Handelsverband NRW. Was sich durchaus positiv auf den Umsatz in den Fachgeschäften auswirke.

Für Floris van Bommel hat „Düsseldorf immer eine wichtige Rolle gespielt, weil es die Heimatstadt der GDS, der wichtigsten Schuhmesse Europas, ist. Hier mit einem eigenen Laden präsent zu sein, ist doppelt spannend für uns.“

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