Familie mit Kohlenmonoxid-Vergiftung nach Grillen im Keller

Bereits im oberen Kellerabgang schlug der Kohlenmonoxidwarner des Rettungsdienstes Alarm. Dank des Kohlenmonoxid-Alarms wurden die Feuerwehrleute vor dem geruchlosen Gift gewarnt.
Bereits im oberen Kellerabgang schlug der Kohlenmonoxidwarner des Rettungsdienstes Alarm. Dank des Kohlenmonoxid-Alarms wurden die Feuerwehrleute vor dem geruchlosen Gift gewarnt.
Foto: WAZ
Nachdem eine Düsseldorfer Familie im Keller gegrillt hatte, wurden drei Menschen mit Verdacht auf Kohlenmonoxid-Vergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Düsseldorf.. Nach der Grillaktion einer Familie im Keller eines Wohnhauses in Düsseldorf-Lohausen wurden drei Verletzte am Montagmorgen mit Verdacht auf Kohlenmonoxid-Vergiftung ins Krankenhaus gebracht. Die alarmierten Rettungsdienstkräfte wurden von einem mitgeführten Kohlenmonoxidwarner am EKG-Gerät vorzeitig im Kellerabgang vor dem geruchlosen und sehr giftigen Gas, gewarnt.

Am frühen Montagmorgen erhielt die Feuerwehr einen Notruf zu einer bewusstlosen Frau in einem Keller eines Reihenhauses in der Heymstraße. Zunächst ein Routineeinsatz für den städtischen Rettungsdienst: Doch bereits im oberen Kellerabgang schlug dann der kleine Kohlenmonoxidwarner (CO-Warner) lautstark Alarm und der Rettungsassistent orderte sofort Feuerwehr- und Rettungsdienstkräfte nach.

Nachbarhäuser vorsorglich geräumt

Die Frau lag zu dieser Zeit in einem der Kellerräume noch bewusstlos am Boden. Die Familienangehörigen waren bei der 53-Jährigen und hörten den lauten Alarm vom CO-Warngerät auf der Treppe, reagierten daraufhin schnell und trugen die Frau daraufhin nach oben ins Erdgeschoss. Dort übernahm eine Notärztin die Schwerverletzte, um sie zu versorgen. Auch ein vier Jahre alter Junge und der 63-jährige Mann der Schwerverletzten kamen mit Verdacht auf Kohlenmonoxidvergiftung in die Uni-Klinik Düsseldorf. Die Feuerwehr überprüfte auch die anderen vier anwesenden Familienangehörigen, die aber unverletzt blieben.

Das Reihenwohnhaus wurde mit Großgebläsen durchlüftet, bis kein Kohlenmonoxid mehr messbar war. Auch zwei Nachbarhäuser waren von der Feuerwehr vorsorglich zu Einsatzbeginn geräumt worden. Nachdem Schadstoffmessungen durchgeführt wurden, konnten beide Familien aber wieder in ihr Heim zurück. (we)

 
 

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