Erste Spur nach Mord im Parkhaus

Das Büro des Parkhaus-Wächters, der am 11. April im Parkhaus Galeria Kaufhof an der Berliner Allee erstochen wurde. Foto: Kai Kitschenberg
Das Büro des Parkhaus-Wächters, der am 11. April im Parkhaus Galeria Kaufhof an der Berliner Allee erstochen wurde. Foto: Kai Kitschenberg
Foto: WAZ FotoPool
Im jüngsten Düsseldorfer Mordfall hat die Polizei eine erste konkrete Spur. Die Ermittler konnten am Tatort eine DNA-Probe sicherstellen, eventuell handelt es sich um genetisches Material des Täters.

Düsseldorf. Wie berichtet, wurde am 11. April gegen 0.25 Uhr der 40-jährige Parkhaus-Wächter Augustine O. in der Großgarage von Galeria Kaufhof an der Berliner Allee niedergestochen. Wie das Präsidium gestern bestätigte, fanden die Ermittler im Parkhaus etwas Verdächtiges in Tatortnähe und konnten eine DNA-Spur sichern. Möglicherweise handelt es sich um genetisches Material des Täters. Insofern wäre es ein wichtiges Beweisstück.

Weitere Einzelheiten will die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht nennen. Derzeit werde ein Spurenabgleich gemacht, und zwar mit allen Mitarbeitern des Parkhauses sowie mit den Autofahrern, die zum tatrelevanten Zeitpunkt ihren Wagen dort abgestellt hatten .

Ununterbrochene Ermittlungen

Insgesamt wurden 20 Speichelproben genommen, erklärt Polizeisprecher Markus Niesczery. „Ein Treffer ist bisher nicht darunter“. Die Auswertung ist aber noch nicht abgeschlossen.

Die Mordkommission arbeitet ohne Unterbrechung weiter an der äußerst schwierigen Aufklärung dieses Gewaltverbrechens. Bisher stochern die Fahnder im Nebel. Weder gibt es einen Verdächtigen noch ist ein klares Motiv ersichtlich. Mit dem Opfer konnte die Polizei nicht mehr sprechen. Der 40-Jährige Parkhaus-Wächter aus Nettetal erlag wenige Stunden später seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus.

Polizei sucht Zeugen

Er selbst galt als unbescholten. Er kam aus Nigeria, nahm hier die deutsche Staatsbürgerschaft an. Angehörige und seine Tochter leben in seinem Heimatland. Von der Lebensgefährtin war er getrennt. Nach Düsseldorf fuhr er nur, um zu arbeiten und im Parkhaus seine Runden zu drehen. Die Mordkommission kann nicht ausschließen, dass er bei einem Streifengang einen Täter überrascht hatte und darauf niedergestochen worden war. Konkrete Anhaltspunkte dafür gibt es aber nicht.

Die Polizei sucht weiter nach Zeugen. Sachdienliche Hinweise nimmt die Mordkommission „MK Parkhaus“ unter Telefon 8700 entgegen.