Endlich wieder ins Freibad

Im Bad Kaiserswerth war es am Samstag endlich soweit. Hier wurde die Freibadsaison eröffnet.
Im Bad Kaiserswerth war es am Samstag endlich soweit. Hier wurde die Freibadsaison eröffnet.
Foto: Ingo Lammert
Ein sicheres Indiz dafür, dass der Sommer kommt ist aber auch der Saisonstart der Freibäder in Düsseldorf: Im Bad Kaiserswerth war es am Samstag endlich soweit. Hier wurde die Freibadsaison eröffnet. Dazu waren zahlreiche Vorbereitungen nötig.

Düsseldorf.  Langsam aber sicher wird es Sommer: Die Tage sind länger hell, die Temperaturen werden milder, morgens wird man von Sonnenstrahlen und Vogelgezwitscher geweckt, während es am Abend aus den Hinterhöfen nach heißer Grillkohle riecht.

Seit März liefen hier die Vorbereitungen für den großen Tag der Eröffnung in Kaiserswerth.. „Wir haben in der Winterpause neue Leitungen bekommen. Bisher haben wir Wasser und Strom immer über die benachbarte Diakonie bezogen, jetzt haben wir einen eigenen Anschluss“, erklärt Rainer Schlesinger der seit 18 Jahren im Schwimmbad als Badeaufsicht tätig ist.

Durch die Bauarbeiten musste hier und da der Rasen der Liegewiese wieder aufgehübscht werden. Außerdem wurde das 450 Quadratmeter große Becken auf den Saisonstart vorbereitet. Das übernahmen die Mitglieder von „Flossen weg“. Der Verein zur Förderung des Schwimmsports im Kaiserswerther Schwimmbad gründete sich vor zwanzig Jahren, als die Schließung des seit 1935 bestehenden Freibads drohte. „Damals wurde eine Bürgerinitiative zum Erhalt der Anlage gegründet“, erklärt Oliver von Dreden von Flossen weg. Heute finanziert der aus der Initiative geborene Verein mit seinen Mitgliedsbeiträgen und einem Zuschuss der Stadt von 75 000 Euro das Freibad. Außerdem sorgen die ehrenamtlichen Helfer von Flossen weg zum Beispiel als Badeaussicht für einen geregelten Betrieb. „Hier suchen wir momentan nach Verstärkung. Schwimmer ab 21 Jahren und mit dem silbernen Rettungsschwimmerabzeichen können sich bei Interesse an der Kasse melden“, ruft von Dreden auf.

Weitere Unterstützer gesucht

Mittlerweile zählt der Verein 1800 Mitglieder. Auf deren Unterstützung ist das Freibad angewiesen, immerhin muss es pro Saison Kosten von 240 000 Euro decken. „Durch die Mitgliederbeiträge stellen wir sicher, dass auch in einer mauen Saison der Erhalt der Anlage nicht gefährdet ist“, erklärt von Dreden.

Doch am Samstag wurde erstmal gefeiert und die neue Saison eröffnet. Bereits nach einer Stunde war das Becken gut gefüllt, während am Rand auf dem Grill für das leibliche Wohl gesorgt wurde. Iris Kowalski kam mit ihrer Familie extra aus Unterrath: „Ich bin in Kaiserswerth aufgewachsen und war als Kind häufig hier. In diesem Bad habe ich das Schwimmen gelernt. Jetzt wollte ich alles meiner Familie zeigen“, erzählt die 45-Jährige. Tochter Iris ist zufrieden: Im beheizten Becken (26,4 Grad) lässt es sich gut schwimmen. „Ich finde es schön, weil alle hier in einem Becken zusammen schwimmen“, erklärt die Achtjährige. „Das Schwimmbad ist einfach etwas Besonderes, weil es viel familiärer ist“, fügt die Mama hinzu. Einig ist man sich bereits nach fünf Minuten im Wasser: „Hier kommen wir noch mal hin.“

 
 

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