Ein Trio für die Zukunft

Drei Windräder
Drei Windräder
Foto: dapd

Hilden/Monheim.. Lokale Energieversorger aus Düsseldorf, Hilden und Monheim investieren gemeinsam in einen Windpark.

Es ist ein richtungsweisendes Projekt, das drei lokale Energieversorger auf den Weg brachten und am Montag vorstellten. Seit vier Jahren kooperieren die Düsseldorfer Stadtwerke mit den Stadtwerken aus Hilden und dem Monheimer Versorger „MEGA“ – nun investiert das Trio in den Windpark „Prützke“, der südlich von Potsdam in Brandenburg liegt.

Dort sind bereits 16 Windräder in Betrieb, drei neue kommen nun hinzu, sollen im Dezember in Betrieb gehen. Gebaut im Auftrag der drei hiesigen Versorger. Zu jeweils gleichen Teilen beteiligen sich die Unternehmen – für die Stadtwerke Düsseldorf engagiert sich deren Tochter „Grünwerke“ – an der „Windpark Prützke II GmbH“. Rund zehn Millionen Euro werden gemeinsam investiert, die keiner der drei Versorgern hätte alleine stemmen können.

Gute Rahmenbedingungen

Warum sich die drei Unternehmen ausgerechnet in Brandenburg engagieren und dort Strom aus Windkraft erzeugen, erklärt Grünwerke-Geschäftsführer Ralf Zischke: „Die Rahmenbedingungen sind gut, durch die vorhandenen Windräder besteht bereits eine Infrastruktur, an die wir uns einfach anschließen.“

Rund zwölf Millionen Kilowattstunden werden die drei Windräder pro Jahr produzieren, können 3400 Haushalte mit klimafreundlichem Strom versorgen. Energie, die aber nicht in Düsseldorf, Hilden und Monheim ankommt, sondern vor Ort ins Netz eingespeist und dort an die Kunden verkauft wird.

Dies hat dennoch zwei indirekte Effekte für die hiesigen Kunden. Auch, wenn der Strom nicht von ihnen genutzt werden kann. Das „Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien“ (kurz: EEG) sichert dem Trio garantierte Erträge durch die Einspeisung in das Stromnetz. Derzeit gibt es 9,41 Cent pro Kilowattstunde. Bei zwölf Millionen produzierten Kilowattstunden kommen dabei mehr als 1,1 Millionen Euro pro Jahr zusammen. Geld, dass in die Kassen der drei lokalen Energieanbieter fließt und hilft, deren Kosten und Belastungen an anderer Stelle – auch durch andere Abgaben im Rahmen der Energiewende – einzugrenzen.

„Das Projekt soll dazu dienen, die Strompreise für unsere Kunden konstant zu halten“, sagt Monheims Bürgermeister Daniel Zimmermann. Im Klartext: Strompreiserhöhungen können so milder für die Kunden ausfallen. Weil das Windpark-Projekt eben nicht nur die Umwelt schont, sondern auch Geld einbringt. Daher will das Trio auch in Zukunft weiter kooperieren. „Dies war nur der Startschuss für weitere Projekte“, so Rainer Pennekamp, Vorstandsmitglied der Düsseldorfer Stadtwerke.

Ein Beitrag zur Energiewende

Zudem, und das ist der zweite Effekt, werden durch die drei Windräder mehr als 5000 Tonnen an Kohlendioxid-Ausstoß vermieden, die beispielsweise ein Kraftwerk produzieren würde. Diese zwölf Millionen Kilowattstunden, die durch die Windenergie erzeugt werden, muss nun ein umweltverschmutzender Erzeuger nicht mehr leisten. So wird die Umwelt geschont. „Ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaschutz“, sagt MEGA-Geschäftsführer Udo Jürkenbeck. Die drei Unternehmen leisten so ihren Beitrag zur viel diskutierten Energiewende.

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel