Ein Toter und Verletzte durch Schießerei bei Hildener Firma 3M

Bei einer Schießerei auf dem Gelände der Hildener Firma 3M gab es einen Toten und mehrere Verletzte.
Bei einer Schießerei auf dem Gelände der Hildener Firma 3M gab es einen Toten und mehrere Verletzte.
Foto: Lars Heidrich / WAZ FotoPool
Auf dem Gelände des Technologieunternehmens 3M in Hilden hat es am späten Freitagabend eine Schießerei gegeben. Laut Polizei habe der Schütze erst zwei andere Menschen schwer verletzt und sich anschließend erschossen. Eine Reihe von Tatzeugen stehen unter Schock. Eine Mordkommission ermittelt.

Hilden. Nach der tödlichen Schießerei auf einem Werksgelände in Hilden liegen die Hintergründe der Tat noch im Dunkeln. Nach Angaben der Polizei hat der später tot aufgefundene Mann zuvor zwei andere Opfer durch Schüsse schwer verletzt. Danach habe sich der Täter selbst hingerichtet. Insgesamt wurden am Freitagabend vier Menschen verletzt. Die Polizei in Mettmann will am Samstagnachmittag auf einer Pressekonferenz nähere Auskünfte zur Tat bekannt geben.

Bei dem Täter soll es sich nach Angaben eines Sprechers der betroffenen Technologiefirma 3M um einen 37 Jahre alten Angestellten handeln, der dort seit 1997 arbeitet. Der Mann habe immer gute Beurteilungen bekommen, sein Handeln sei "absolut unverständlich", sagte Unternehmenssprecher Manfred Kremer der Nachrichtenagentur dapd.

Zeugen stehen unter Schock

Nach bisherigen Erkenntnissen sei der Täter am Freitagabend auf dem Weg zu seiner Nachtschicht gewesen und auf dem Parkplatz vor dem Werk auf zwei Kollegen getroffen. Plötzlich habe der 37-Jährige zwei Pistolen gezogen und auf einen Kollegen geschossen. "Anschließend ist er ins Gebäude gegangen", sagte Kremer. In der Kantine habe er auf Mitarbeiter geschossen, die dort gerade Pause machten. Zum Schluss sei der Mann in die Umkleideräume gegangen und habe dort auf einen weiteren Kollegen geschossen. Nach der Tat beging der 37-Jährige Selbstmord.

Zwei Mitarbeiter wurden durch die Schüsse schwer verletzt und liegen im Krankenhaus. Die beiden anderen wurden nach Firmenangaben leicht verletzt und konnten nach ambulanter Behandlung wieder nach Hause gehen. Sie alle sowie deren Angehörigen würden seelsorgerisch betreut. "Wir sind hier alle geschockt und wissen nicht, wie wir uns das erklären sollen", sagte Kremer.

Produktion bei 3M teilweise unterbrochen

In dem Werk arbeiten rund 900 Menschen im Schichtbetrieb. Das amerikanische Unternehmen produziert dort unter anderem Hygieneprodukte und Spezialkleber. In einem der beiden Werksteile wurde die Produktion am Samstag unterbrochen. Die übrigen Mitarbeiter könnten selbst entscheiden, ob sie arbeiten wollten oder nicht, sagte der Firmensprecher. Das Management sei mit den Mitarbeitern im Gespräch.

Um 14 Uhr am Samstag wollen Landrat Thomas Hendele, Staatsanwalt Ridder und der Leiter der Mordkommission Details zu dem Tathergang bekannt geben. (dapd/we)

 
 

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