Düsseldorfer Polizei plante Loveparade mit

Polizeikräfte bei der Loveparade in Duisburg. Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool
Polizeikräfte bei der Loveparade in Duisburg. Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool
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Düsseldorf.. Der „Ständige Führungsstab“ der Polizei Düsseldorf war an den Planungen zur Loveparade in Duisburg beteiligt. Darüber hinaus saßen die Experten für Großveranstaltungen am Tag des Unglücks mit 21 Toten in der Einsatzzentrale in Duisburg.

An den Vorbereitungen zur Loveparade war das Düsseldorfer Polizeipräsidium beteiligt gewesen. Wie Sprecher Wolfgang Rodax bestätigte, wirkte der „ständige Führungsstab“ der Düsseldorfer Polizei bei der „Planung und Koordinierung“ der Großveranstaltung mit.

„Unsere Kollegen waren dabei nur beratend tätig“, betonte Rodax. Das Düsseldorfer Team war zwar auch bei der Einsatzführung am Tag der Katastrophe dabei - aber unter der Federführung und Verantwortung der Duisburger Polizei.

Nur sechs Führungsstäbe in NRW

Am Mittwoch beschäftigte sich der Innenausschuss des Landtages mit der Massenpanik, bei der 21 Besucher getötet und über 500 verletzt worden waren.

In einem Bericht der Stadt Duisburg heißt es, dass zur Vorbereitung der Loveparade eine „Arbeitsgruppe Sicherheit“ etabliert war, die sich wöchentlich traf - insgesamt 16-mal - auch um das Vorgehen bei außergewöhnlichen Vorfällen abzusprechen. In diesem Kreis saßen Vertreter der Stadt Duisburg, der Feuerwehr, des Veranstalters, der Duisburger Polizei und des zehnköpfigen Führungsstabes der Düsseldorfer Polizei.

Einen solchen „ständigen Führungsstab“ gibt es nur in sechs NRW-Städten: Essen, Düsseldorf, Köln, Dortmund, Münster und Bielefeld. Die Mitarbeiter dieser Stäbe sind auf besonders schwere Einsätze wie Geiselnahmen vorbereitet, wo sie auch die Leitung übernehmen. Und: Sie bereiten Großveranstaltungen wie hier den Rosenmontagszug vor.

Ersatz für Essener Behörde

Das Duisburger Polizeipräsidium verfügt über keinen ständigen Stab, benötigte also für die Planung Hilfe von einer benachbarten Behörde. Normalerweise hätte dies die Essener Polizei übernommen. Doch die hatte mit dem Großevent auf der A 40 einige Tage zuvor genug zu tun, so dass die Düsseldorfer einsprangen.

Am Tag der Loveparade selbst wirkte der Düsseldorfer Führungsstab in der Einsatzzentrale mit. Ansonsten waren Düsseldorfer Polizisten aber nur an den Absperrungen der Autobahn A 59 beteiligt. Außerdem wurden nach dem Unglück weitere 60 Polizisten aus Düsseldorf zur Verstärkung angefordert.

 
 

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