Düsseldorfer Friedenspreis für Flüchtlingshilfe

Esther Mujawayo-Keiner vom Psychosozialem Netzwerk für Flüchtlinge hilft traumatisierten Menschen in Düsseldorf ein neues Leben aufzubauen. Für dieses Engagement wird der Verein jetzt mit dem Düsseldorfer Friedenspreis ausgezeichnet.
Esther Mujawayo-Keiner vom Psychosozialem Netzwerk für Flüchtlinge hilft traumatisierten Menschen in Düsseldorf ein neues Leben aufzubauen. Für dieses Engagement wird der Verein jetzt mit dem Düsseldorfer Friedenspreis ausgezeichnet.
Foto: WAZ FotoPool
Das Psychosoziale Zentrum für Flüchtlinge bekommt den Düsseldorfer Friedenspreis für sein Engagement für Kriegsflüchtlinge. Der Verein hilft Menschen, die häufig traumatisiert sind und großes körperliches und seelisches Leid erfahren haben.

Düsseldorf..  „Ich habe die ganze Grausamkeit des Krieges erlebt, habe gesehen, zu welchen Gräueltaten Menschen in der Lage sind. Meine Frau wurde ermordet, unser Haus in Flammen gesteckt“. Wenn der Albaner Bajram Xhemaili von seinem Leben berichtet, dann überschattet der Kosovo-Krieg alles andere. Der 62-Jährige verlor während des Krieges 1998/99 alles, stand „am Abgrund“, wie er selbst sagt. Für Xhemaili gab es nur einen Ausweg: Die Flucht. Er ließ alles hinter sich, um in Deutschland ein sicheres Leben zu führen.

Das „Psychosoziale Zentrum für Flüchtlinge“ (PSZ) in Düsseldorf unterstützt ihn dabei nach Kräften. Bajram Xhemaili ist einer von 400 Menschen aus 40 Nationen, die jedes Jahr die Hilfe des Vereins aufsuchen. Jetzt wird das PSZ, das dem Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe angehört, mit dem Düsseldorfer Friedenspreis ausgezeichnet.

Seit 25 Jahren bietet das Team des PSZ Schutz suchenden Menschen aus vielen Krisenregionen der Welt seine Hilfe an. „Die Mitarbeiter des Vereins haben ein offenes Ohr und Herz für die Sorgen und Ängste der Flüchtlinge, die in ihrer Heimat großes Leid ertragen mussten und häufig traumatisiert sind“, erklärt Josef Roberg von der Düsseldorfer Friedensbewegung den Grund für die Auszeichnung. Übergeben wird der undotierte Preis offiziell am 1. September – am Antikriegstag.

Hilfe für Flüchtlinge in allen Lebenslagen

„Unsere Klienten brauchen Unterstützung, um ein neues Leben zu beginnen, um Behördengänge zu meistern, die deutsche Sprache zu lernen, um eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis zu erlangen und vor allem brauchen sie jemanden, mit dem sie über alles reden können“, sagt Annette Windgasse. Die Leiterin des PSZ freut sich über die Verleihung des Friedenspreises und die damit verbundene Öffentlichkeit, die das Zentrum erfährt.

In den Räumen des Vereins an der Benrather Straße arbeiten elf Hauptamtliche, zehn Ehrenamtliche und 40 Honorarkräfte daran, dass Flüchtlinge wie Bajram Xhemaili in Düsseldorf ein neues Leben beginnen können. „Sicherheit ist ein Menschenrecht und grundlegend für die Heilung. Deshalb engagiert sich das PSZ für den Schutz von Flüchtlingen“, erklärt Windgasse.

„Ohne die Hilfe des PSZ hätte ich mich verloren“, sagt Bajram Xhemaili, der mittlerweile – auch Dank der Gutachten des Vereins – einen „sicheren Aufenthaltsstatus“ in Deutschland hat. Der 62-Jährige ist seinen Helfern „unendlich dankbar“ und freut sich sehr, dass das Psychosoziale Zentrum für Flüchtlinge nun mit dem Düsseldorfer Friedenspreis ausgezeichnet wird.

 
 

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