Düsseldorf hat den schönste Markt in Nordrhein-Westfalen

Eine Ansicht des Carlsplatz um 1830. Damals war der Platz bereits von Häusern umgeben und mit Bäumen umsäumt. Dieser Stich ist aus einer Ansichtensammlung und ist im Stadtmuseum zu sehen.
Eine Ansicht des Carlsplatz um 1830. Damals war der Platz bereits von Häusern umgeben und mit Bäumen umsäumt. Dieser Stich ist aus einer Ansichtensammlung und ist im Stadtmuseum zu sehen.
Foto: Stadtarchiv Düsseldorf
Der Carlsplatz mit seinem 1842 von Herzog Wilhelm eingeführten Markt begeistert nicht nur die Düsseldorfer immer aufs Neue.

Düsseldorf..  „Ein Feinschmeckerparadies für Düsseldorfer und Touristen“ wird diese besondere Sehenswürdigkeit der Landeshauptstadt von Düsseldorf Marketing und Tourismus angepriesen. Und tatsächlich können sich selbst alteingesessene Düsseldorfer im Genuss zwischen frischem Matjes, Reibekuchen und duftenden Obst und Gemüse verlieren. Der Carlsplatz in der Altstadt ist auch nach dem 100. Besucher immer wieder ein Erlebnis.

Dazu trägt vor allem der Markt bei, der sechs Tage die Woche geöffnet hat und mit seinen kulinarischen Angeboten zahlreiche Kunden lockt. 1482 wurde der Markt, der nach Kurfürst Carl Theodor benannt ist, von Herzog Wilhelm bewilligt. Damit ist er der älteste noch betriebene Markt in der Stadt.

Um den Namen des Carlsplatzes gab es immer wieder Diskussionen. So wurde er zu Beginn des 20. Jahrhunderts offiziell als „Karlplatz“ bezeichnet. Die Düsseldorfer weigerten sich jedoch auf das Fugen-s zu verzichten und nannten ihn weiter Karlsplatz. Auf Initiative der Bürgergesellschaft Alde Düsseldorfer ist das S jedoch mittlerweile zurückgekehrt, genauso wie die ursprüngliche Schreibweise mit C am Anfang. 1998 wurde der Markt ausgebaut. Eine Glasüberdachung schützt seither die Stände vor der Witterung, so dass der Markt bei jedem Wetter besucht werden kann.

Heute sind auf dem Carlsplatz 60 Händler vertreten. Darunter viele, die bereits seit Generationen auf dem Platz vertreten sind, wie der Obst und Gemüse Stand Michael Schier, der Fischimbiss Bernhard Pahlke oder der Blumenstand Heiner Röckrath. „Wir sind bereits in der vierten Generation auf dem Carlsplatz vertreten. Gerade steigt meine Tochter in das Geschäft ein“, sagt Heiner Röckrath, der ebenfalls der Chef des Marktes ist. „Der Carlsplatz ist ein wunderschöner Markt, der schönste in Nordrhein Westfalen. Hier sind unendlich viele Nationen mit einem großen Angebot vertreten. Zudem bietet der Markt eine schöne Aufenthaltsqualität“, so Röckrath. Besonders zu den Mittagsstunden wird der Markt zum Magnetpunkt. Viele kommen aus den umliegenden Büros dann zum Mittagstisch auf den Platz. Bei Dauser kann man dann einen leckeren Gulasch oder Grünkohl mit Bockwurst genießen.

Doch der Carlsplatz besteht natürlich nicht nur aus dem Markt. Um ihn herum haben sich Friseur, Apotheke, Supermarkt oder Cafés niedergelassen. Darunter auch Traditionsunternehmen wie das Café Otto Bittner. Das gibt es bereits seit 1905, damit ist Otto Bittner das älteste Kaffeehaus in Düsseldorf. Hier locken schokoladige Kö-Diamanten oder Jan-Wellem-Kugeln. Seit 2004 verwöhnt auch die Bäckerei Bastians den Gaumen am Carlsplatz. Hier wird das unter anderem Walnussbrot aber auch andere Brotsorten mit natürlichen Zutaten und nach Eigenrezeptur frisch gebacken.

 
 

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