Düsseldorf: Schock-Video sorgt für Entsetzen – jetzt kommt raus, dass...

Dieses Schock-Video aus Düsseldorf sorgt derzeit für Aufruhr. (Symbolbild)
Dieses Schock-Video aus Düsseldorf sorgt derzeit für Aufruhr. (Symbolbild)
Foto: imago images / Eibner /Screenshot Twitter Montage: DER WESTEN

„Mach dein Knie runter“, „das ist nicht lustig“, rufen mehrere junge Erwachsene entsetzt und verzweifelt einem Polizisten entgegen. Ein Schock-Video eines Polizei-Einsatzes aus Düsseldorf sorgt derzeit für Aufregung. Was war passiert?

Am Wochenende sorgte eine kurze Video-Sequenz eines Polizeieinsatzes in Düsseldorf in den Sozialen-Medien für Entsetzen. In einer Instagram-Story filmte ein unbekannter Mann einen Polizeieinsatz in der Altstadt. Das Vorgehen eines Beamten wird nun heftig diskutiert. Der Vorwurf: Polizeigewalt. Einen Tag später kommt heraus: Der Betroffene ist erst 15 Jahre alt.

Inzwischen meldete sich auch die Polizei Düsseldorf und Innenminister Herbert Reul zu dem Vorfall.

Düsseldorf: Schock-Video sorgt für heftige Kritik

In dem kurzen Video ist zu sehen, wie der Teenager von zwei Polizeibeamten auf dem Boden fixiert wird. Einer der Polizisten hockt dabei mit dem Knie auf dem Oberkörper der auf der Boden liegenden Person. Dieser Anblick sorgt bei vielen Nutzern für Aufregung.

Denn dieses Vorgehen weckt Erinnerungen an das Video der Verhaftung von George Floyd, der im Mai bei eben diesem brutalen Einsatz in der US-Stadt Minneapolis ums Leben kam. Die umherstehenden Menschen im Video fordern vermutlich auch deshalb den Polizisten immer wieder lautstark dazu auf das Knie herunter zu nehmen.

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Polizeibeamter und Politiker Oliver von Dobrowolski, Gründer des Vereins PolizeiGrün, der das Video auf Twitter teilte, schrieb dazu: „Wer wenige Monate nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd noch nicht begriffen hat, dass ein Polizistenknie nichts auf Kopf, Hals oder Oberkörper von Menschen zu suchen hat, sollte berufliche Alternativen erwägen.“

Polizei Düsseldorf reagiert auf Video

Auf die heftige Kritik antwortet am Sonntag nun die Polizei Düsseldorf. Man hätte die kurze Sequenz nach Kenntnisnahme umgehend örtlich und zeitlich eingeordnet.

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Informationen zu NRW:

  • NRW ist das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands
  • Die Landeshauptstadt von NRW ist Düsseldorf
  • NRW umfasst eine Fläche von mehr als 34.000 Quadratkilometern
  • Der aktuelle Ministerpräsident von NRW ist Armin Laschet von der CDU

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Der Vorfall habe sich laut Angaben der Polizei am Samstag, 15. August gegen 19.30 Uhr auf der Neustraße in der Düsseldorfer Altstadt zugetragen. Die Einsatzkräfte seien in ein nahe gelegenes Restaurant wegen einer Gruppe Randalierer gerufen worden. Dort habe dann ein unbeteiligter Jugendlicher die Maßnahmen gestört und die Polizisten angegriffen.

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Video wird nun intensiv ausgewertet

Der Jugendliche sei im Verlauf mit auf die Polizeiwache Stadtmitte genommen worden, um ihn dort zu identifizieren und später in die Obhut der Eltern zu übergeben, so die Polizei Düsseldorf.

Nun werde das Video von der Polizei intensiv ausgewertet. Der Verdacht eines Beamtendeliktes stehe dabei im Raum. Aus Neutralitätsgründen sollen die Kollegen des Polizeipräsidiums Duisburg die Auswertung übernehmen.

Reul: „Auch ich habe mich erschrocken“

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) hat eine konsequente Aufklärung angekündigt. „Auch ich habe mich erschrocken“, sagte Reul am Montag über seinen ersten Blick auf ein Video des Einsatzes, das im Internet kursiert.

Laut einem ersten Zwischenbericht, den er angefordert habe, sei die Polizei am Samstagabend zunächst wegen zehn randalierenden Personen zu einem Schnellimbiss gerufen worden. Der betroffene 15-Jährige - der offensichtlich nichts mit dem eigentlichen Einsatz zu tun gehabt habe, habe sich eingemischt. Es sei durch den Jugendlichen dann zu einem tätlichen Angriff gegen die Beamten gekommen, so Reul.

Wie Reul am Montag ausführte, wären Knie und Schienbein „auf dem Ohr“ des jungen Mannes grundsätzlich durch die Einsatzvorgaben der Landespolizei abgedeckt gewesen. Auf dem Hals wäre dies nicht erlaubt. Was genau in dem Moment passiert sei, müsse daher nun „objektiv geklärt werden“. (mia mit dpa)

 
 

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