Dügida-Demo fällt auch am kommenden Montag aus

Das Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ freut sich über die erneute Absage und triumphierte bereits: „Auf Nimmerwiedersehen Dügida!
Das Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ freut sich über die erneute Absage und triumphierte bereits: „Auf Nimmerwiedersehen Dügida!
Foto: dpa
Zum zweiten Mal hintereinander sagen die Rechten ihren Protestmarsch in Düsseldorf ab. Melanie Dittmer schickt Anhänger nun zur Duisburger Demo.

Düsseldorf.. Bis 28. Dezember hatte Melanie Dittmer ihre „Dügida“-Demonstrationen Montag für Montag in Düsseldorf angemeldet. Doch nach dieser Woche wurde auch die Kundgebung für den kommenden Montag abgesagt. Die Organisatorin, die von der Polizei selbst ein Redeverbot für die Düsseldorfer „Dügida“-Demos erhalten hatte, will ihre Anhänger nun lieber nach Duisburg schicken.

Politik, Organisationen und Gewerkschaften in Düsseldorf freuen sich über den erneuten Rückzug der rechtsextremen, islamenfeindlichen „Dügida“. Oberbürgermeister Thomas Geisel hatte schon seit Wochen gehofft: „Hoffentlich hat der Spuk bald ein Ende!“

Bis zum Jahresende angemeldete Demos noch nicht komplett abgesagt

Das Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ freut sich über die erneute Absage und triumphierte bereits: „Auf Nimmerwiedersehen Dügida!“ Bereits vergangenen Montag hatte das Bündnis die vermeintliche Vertreibung gefeiert und wie an den vorherigen Montagen zu eigenen Veranstaltungen gegen Rassismus eingeladen. Dies soll auch kommenden Montag wieder der Fall sein.

Ob „Dügida“noch einmal in Düsseldorf auftritt, ist unklar. Die bis Ende des Jahres beantragten Demos stehen weiter, wurden noch nicht abgesagt. Denkbar ist, dass wegen der in den vergangenen Wochen immer kleiner gewordenen Teilnehmer-Zahl bei „Dügida“ entweder komplett eingepackt wird oder aber nur noch alle paar Woche eine Demo organisiert wird. Geschäftsleute in der Innenstadt, ÖPNV-Nutzer und Autofahrer wird’s freuen: Die lästigen Einschränkungen bei der Rheinbahn, Absperrungen und Umleitungen haben damit ein Ende.

Totgesagte leben länger - ein Kommentar von Götz Middeldorf

Bei aller Freude über die erneute Absage der sogenannten „Dügida“-Demo am Montag darf man leider nicht vergessen: Totgesagte leben länger.

Hämische Kommentare gegen die rechtsextremen, islam- und ausländerfeindlichen Wirrköpfe sind – bei allem Verständnis – fehl am Platz. Ebenso wie die statt der „Dügida“-Demos nun montags durchgeführten Feiern wegen deren angeblichen Vertreibung, wie sie das Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ nun durchführt. Denn das wird die Rechten nur dazu provozieren, mit ihrer Hand voll Anhänger weiter zu machen.

Sollte der rechte Pulk doch noch einmal in der City auftauchen, erst dann ist wieder eine entsprechende Antwort mit geballter Macht angesagt: „Dügida“ ist unerwünscht in Düsseldorf!

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