Doch keine Hinweise auf Drogen im Koffer am Flughafen Düsseldorf

Wegen dieses Koffers wurde der Flughafen Düsseldorf am Dienstag geräumt und stundenlang gesperrt. Erst hieß es, in dem Gepäckstück seien neun Kilo Drogen gewesen. Tests beim LKA bestätigten dies jedoch nicht.
Wegen dieses Koffers wurde der Flughafen Düsseldorf am Dienstag geräumt und stundenlang gesperrt. Erst hieß es, in dem Gepäckstück seien neun Kilo Drogen gewesen. Tests beim LKA bestätigten dies jedoch nicht.
Foto: Bundespolizei/dpa
Neue Wende im Fall des herrenlosen Koffers vom Flughafen Düsseldorf: Wie die Polizei am Freitag mitteilte, haben sich Hinweise auf Drogen in dem Koffer nicht bestätigt. Die Experten vom LKA hätten weder synthetische Drogen, noch Sprengstoff in dem Koffer gefunden. Wegen des Gepäckstücks war am Dienstag der komplette Flughafen geräumt und stundenlang gesperrt worden.

Düsseldorf. Der Fall des herrenlosen Koffers auf dem Düsseldorfer Flughafen, nach dessen Fund der gesamte Airport am Dienstag stundenlang gesperrt worden war, wird zunehmend mysteriös. Der Verdacht auf ein Drogendelikt im Zusammenhang mit dem verdächtigen Gepäckstück habe sich nicht bestätigt, teilte die Polizei am Freitag mit.

Analysen des Landeskriminalamtes (LKA) hätten den Befund eines ersten Schnelltests nicht bestätigt, sagte ein Polizeisprecher am Freitag in Düsseldorf. Um was es sich bei dem Stoff genau handelt, sei aber noch unklar. Weitere Analysen sollen nun Klarheit bringen.

Drei Pakete mit insgesamt neun Kilogramm Pulver

Zunächst hatte ein Experte Sprengstoff in dem verdächtigen Gepäckstück vermutet. Nachdem der Koffer mit einem Wassergewehr beschossen wurde, kamen drei Pakete mit insgesamt neun Kilogramm weißem Pulver zum Vorschein. Am Mittwoch hatte die Polizei noch berichtet, in dem vermeintlichen Sprengstoff-Koffer seien neun Kilo synthetischer Drogen entdeckt worden.

Am Mittwoch hatte die Polizei noch berichtet, in dem vermeintlichen Sprengstoff-Koffer seien neun Kilo synthetischer Drogen entdeckt worden. Die Ermittlungskommission versucht weiter, den Besitzer des Kofferträgers zu identifizieren, um die Hintergründe aufklären zu können.

Wegen des verdächtigen Koffers war der Flughafen vorsorglich evakuiert und stundenlang gesperrt worden, zahlreiche Flüge fielen aus oder mussten umgeleitet werden. Die Sperrung betraf weit mehr als 10.000 Passagiere. 140 Flüge waren ausgefallen.(afp/dpa)

 
 

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