Die Wellness am Elbsee muss noch warten

Umweltdezernentin Helga Stulgies
Umweltdezernentin Helga Stulgies
Der Bau einer Wellness-Oase am östlichen Ufer des Elbsees wird sich verzögern. Denn die 50 Meter in den See hineinreichenden Stege mit kleinen Häuschen widersprechen dem Landschaftplan.

Düsseldorf/Hilden.. Seit Jahren ist diese kommerzielle Erholungsstätte im Naturschutzgebiet geplant, die Stadttochter Industrieterrain Reisholz (IDR) sollte sie bauen. Anfang des Jahres wurde ein Bauantrag für das Projekt, das bis zu 20 Millionen Euro kosten soll, bei der Bauaufsicht eingereicht.

Beteiligt ist, wie bei ähnlichen Projekten in einem geschützten Gebiet, das Umweltdezernat Düsseldorfs. Und das stellte fest: Die 50 Meter in den See hineinreichenden Stege mit kleinen Häuschen darauf widersprechen dem dort geltenden Landschaftplan, deshalb kann so nicht gebaut werden.

Genau geregelte Nutzung

Der Elbsee war nach jahrelangen Diskussionen als Naturschutzgebiet eingerichtet worden. Für das „vabali Spa am Elbsee“ genannte Projekt der Kölner Firma „Theune Spa“ wurde im August vorigen Jahres Baurecht (B-Plan) geschaffen. „Das endet aber an der Wasserkante“, betont Stulgies. Für die Wasserfläche gilt der vom Rat 1997 mehrheitlich beschlossene Landschaftsplan, und der verbietet solche Stege für dieses Gebiet, betont Umweltdezernentin Helga Stulgies.

Auf dem See wurde auch ein genau begrenztes Gebiet für die Kajakfahrer eingerichtet, die dort trainieren können. Der Plan mit genau festgelegten Nutzungen rund um den See und auf dem Wasser wurde mit einem aufwendigen Verfahren, unter Anhörung von Naturschutzverbänden, aufgestellt. Eine Änderung, damit die Stege der Wellness-Oase gebaut werden können, ist laut Stulgies ebenso aufwändig.

Die Kölner Firma Theune Spa baute bereits Erholungs-Zentren in Berlin und in Bad Oeynhausen. Warum bei den Plänen für den Elbsee der bekannte Landschaftsschutz nicht berücksichtigt wurde, ließ sich gestern Nachmittag nicht recherchieren, da bei der Kölner Firma niemand erreichbar war. CDU-Ratsherr Christian Rütz kritisiert allerdings Bauverwaltung und Umweltdezernentin, weil die Bezirksvertretung 8 nicht in den Prozess der Baugenehmigung einbezogen war. Allerdings lag dort im April 2011 eine Änderung des Landschaftplans vor.

 
 

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