Der Parkvogel steuert Dome und Airport an

Rath/Lohausen..  Der Urlaub für die Osterferien ist gebucht. Weit weg soll es gehen. Graue Wolken, Nieselregen und kalter Wind, ade. Her mit Meer, Strand und Sonne. Flug und Hotel sind schnell reserviert. Nur die eine ewige Frage bleibt: Wie kommen wir zum Flughafen? Mit der S-Bahn? Mit dem Taxi? Oder etwa mit dem Auto? Hinter die letzte Variante würde Christian Jahncke ein Ausrufezeichen setzen. Genauso einfach wie den Flug, könne man beim „Parkvogel“ einen Parkplatz buchen. Der Wagen wird hier in dem Parkhaus am ISS Dome geparkt, die Urlauber werden mit einem Shuttle-Service zum Flughafen gebracht und dürfen, anders als bei anderen Angeboten, ihren Autoschlüssel behalten.

Vor knapp drei Monaten kam Jahncke die Idee zu dem neuen Konzept. Der 55-Jährige ist Geschäftsführer der Sita Airport IT GmbH, die zu 30 Prozent dem Flughafen gehört. „Die Sita ist ein IT-Dienstleister, der die Datenbanken des Flughafens steuert und 25 000 Parkplätze am Airport betreibt“, erklärt Jahncke. Das Unternehmen hat seinen Sitz an der Parsevalstraße, genau zwischen Flughafen und Dome. „Das Parkhaus am Dome ist häufig nicht komplett ausgelastet“, erklärt Jahncke, „am Flughafen hingegen fehlt es an Parkplätzen.“ Eins und Eins zusammengezählt, ergab das das Konzept des Parkvogels. Die Sita mietet das Parkhaus am Dome, das der Stadt gehört, um die 2500 Parkplätze Fluggästen anzubieten. Die Gäste des Domes werden aber nicht vergessen. Bei Großveranstaltungen steht das Parkhaus für die mit dem Auto anreisenden Besucher bereit. Für den Parkvogel-Kunden werden diese Tage bei der Reservierung als „ausgebucht“ angezeigt. So kann das Parkhaus ganzjährig effektiv genutzt werden.

„Den Parkplatz können unsere Kunden ganz gemütlich von der Couch aus im Internet reservieren. Am Reisetag fahren sie ihr Auto in unser Parkhaus. Dort wartet ein Shuttleservice, der Koffer einlädt und die Urlauber zum Flughafen chauffiert“, erklärt Jahncke. Die Sicherheit steht bei dem Konzept an erster Stelle: Das Parkhaus ist videoüberwacht, zudem müssen die Kunden ihren Autoschlüssel nicht abgeben. „Man muss bei Parkangeboten rund um den Flughafen sehr aufpassen. Da gab es schon Fälle, bei denen Leute ihr Auto samt Schlüssel abgegeben haben und sich dann bei der Rückkehr wunderten, dass das Auto 400 Kilometer mehr drauf hat“, warnt Jahncke.

Positive Zwischenbilanz

Kehren die Reisenden zurück, werden sie wieder mit dem Shuttleservice des Parkvogels abgeholt und zum Parkhaus gefahren. „Dadurch, dass unsere Kunden ihre Flüge angeben, wissen wir, ob der Flug pünktlich ankommt oder mit Verspätung. Unser Shuttle fährt alle 20 Minuten den Flughafen an“, sagt Jahncke.

Nach den knappt drei Monaten kann der Vater des Parkvogels eine positive Zwischenbilanz ziehen: „Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen. Wir haben momentan täglich 250 Autos im Parkhaus. Auch unser Maskottchen Paul Parkvogel kommt sehr gut an.“ Das bunte Federtier hat sogar eine eigene Facebook- und Twitterseite. Als stolzer Düsseldorfer sponsert der Parkvogel zudem die DEG und Fortuna. Für das nächste Jahr werden auch schon Pläne geschmiedet: „Der Parkvogel wird sich 2014 neue ,Nester’ suchen, um den Fluggästen noch mehr Parkplätze anbieten zu können. Mal sehen, wohin Paul in den nächsten Jahren fliegen wird“, sagt Jahncke augenzwinkernd.

 
 

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