Das digital Erhabene in der Fotografie

Die großformatigen Landschaftsfotografien werden aktuell in einer Ausstellung im „Showroom P.35“ in Düsseldorf-Heerdt präsentiert.
Die großformatigen Landschaftsfotografien werden aktuell in einer Ausstellung im „Showroom P.35“ in Düsseldorf-Heerdt präsentiert.
Foto: OH
Der Düsseldorfer Frederik Buettgen zeigt großformatige Landschaftsbilder aus Südafrika. Die Schau mit dem Titel Sublime-Sceneries ist an der Pestalozzistraße 35 bis zum 24. Januar zu sehen.

Düsseldorf..  Puristisch, zielgerichtet, sehr grafisch – Das ist die Kunst des Düsseldorfers Frederik Buettgen, der seine neuen großformatigen Landschaftsfotografien aktuell in einer Ausstellung im „Showroom P.35“ in Düsseldorf-Heerdt präsentiert. Die Schau mit dem Titel Sublime-Sceneries – South African Landscapes — ist an der Pestalozzistraße 35 bis zum 24. Januar zu sehen.

Die Fotografien der Küstenlandschaft Südafrikas zeigen das tiefblaue Meer als eine riesige und ruhige Farbfläche, die durch einen schmalen Küstenstreifen am Bildrand kontrastiert wird. Die Urgewalt der Weltmeere wird durch das Monumentale dieser Fotografien deutlich. Buettgen geht dabei nach dem Collage-Prinzip vor. Dutzende Einzelbilder von Natur und Landschaft, aufgenommen aus dem Helikopter, werden durch digitale Bearbeitung zu einer monumentalen Abbildung der Küsten Südafrikas. Professor Dr. Paul Good, langjähriger Philosoph an der Kunstakademie Düsseldorf, nennt dies: „Das digital Erhabene in der Fotografie“.

Weiße Badestrände

Ein zweites Motiv der fotografischen Bilder Buettgens stellen die weißen Badestrände von Kapstadts dar. Wie auf einer Postkarte spielt der Fotograf mit den Träumen der Menschen von einem perfekten Urlaub am Stand. Die leichte Überbelichtung und der einnehmende hellblaue Himmel strahlen Ruhe und Entspanntheit aus. Die Fotografie verführt.

Seine ersten Erfahrungen sammelte Frederik Buettgen in der Portraitfotografie. Bereits in dieser frühen Zeit zeichneten sich seine Arbeiten durch eine klare konzeptionelle Geradlinigkeit aus. Während seines Studiums in Kiel hat er die Fachklasse von Dirk Reinartz besucht, von dessen Erfahrungsschatz, Technik und Kreativität er stark profitiert hat. Von da an entwickelte sich das Interesse des Düsseldorfers und seine Fähigkeiten für Landschaftsfotografie - vor allem in Bezug auf derer Komposition. Zu diesem Zeitpunkt entstanden seine ersten seriellen Landschaftswerke. Die Abbildung von Menschen wurde in dieser Zeit weniger wichtig, der Fokus lag auf geraden Linien, klarem Aufbau, moderater Farbgebung und der Schönheit von Tristesse.

Im Laufe der Zeit entdeckte er Großformate und vor allem die Möglichkeiten, die Großformatfotografie mit sich brachte. „Ich war begeistert von dem erstaunlichen Detailreichtum, mit dem ich den künstlerischen Effekt in meinen Arbeiten ausbauen konnte“, erinnert sich Buettgen. „In diesem Zusammenhang wurde vor allem die digitale Nachbearbeitung als Stilmittel immer wichtiger.“

Buettgen will seine Bilder Ende der Februar im Rahmen einer Ausstellung in Südafrika zeigen. Es laufen noch Verhandlungen.

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