Damit der Fernseher weiter flimmert

Ein gutes halbes Jahr ist es jetzt schon her, dass die alte GEZ-Gebühr ausgedient hat. Stattdessen gibt es seit Januar den Rundfunkbeitrag. 53,94 Euro muss jetzt für jede Wohnung im Quartal bezahlt werden, egal wie viele Personen dort leben. Früher musste nach Anzahl der Geräte (Fernseher, Radio, Computer) die Gebühr entrichtet werden.

Es ist schwieriger geworden

„In der Vergangenheit habe ich als Seniorenberater in Düsseldorf zwischen ärmeren, älteren Menschen und Spendern vermittelt, so dass in weit als über hundert Fällen Linderung in Notfällen erreicht werden konnte. Das ist schwieriger geworden“, sagt Horst Grass. Er hatte GEZ-Patenschaften ins Leben gerufen, bei denen reichere Düsseldorfer die Gebühren für bedürftigere bezahlen, damit insbesondere ältere, einsame Menschen die Möglichkeit haben, fernzusehen und Radio zu hören. Um die 100 solcher Patenschaften kamen so zustande.

Auch jetzt kann der Betrag von 53,95 Euro im Quartal noch lange nicht von jedem gestemmt werden. Was viele aber gar nicht wissen, die einem besonderen wirtschaftlichen Härtefall unterliegen, sie können sich von der Beitragspflicht befreien lassen. „Wenden Sie sich mit einem Antrag auf Befreiung oder Ermäßigung an ARD, ZDF oder den Deutschlandfunk“, rät der Seniorenberater.

Alle sind beitragspflichtig

Besonders wichtig: Die Personen, die bisher nicht angemeldet waren, da sie keine Empfangsgeräte hatten oder besitzen, sind inzwischen auch allesamt beitragspflichtig und sollten sich jetzt schnellstens, um höhere Nachforderungen zu vermeiden, beim „Beitragsservice“ einer der Sendeanstalten melden. „Auch ich gebe gerne weitere Informationen zum Thema“, betont Horst Grass.

 
 

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