Betrunkene zwingen Jet aus Düsseldorf zu Landung in Köln

Ein Jet aus Düsseldorf musste Karfreitag auf dem Flughafen Köln-Bonn notlanden. Der Grund: zwei aggressive Passagiere.
Ein Jet aus Düsseldorf musste Karfreitag auf dem Flughafen Köln-Bonn notlanden. Der Grund: zwei aggressive Passagiere.
Foto: Archiv/Blossey
Zwei pöbelnde Fluggäste haben am Karfreitag einen Passagierjet mit Startort Düsseldorf zur einer ungeplanten Zwischenlandung gezwungen. An Bord des Flugzeugs sorgten sie laut Polizei bereits kurz nach dem Start für Ärger.

Köln/Düsseldorf. Eigentlich hätte der Flug etwa zehn Stunden gedauert - doch für die Reisenden in einer Passagiermaschine von Düsseldorf mit Ziel Karibik war am Karfreitag bereits auf dem Kölner Flughafen erstmal Schluss.

Zwei Fluggäste pöbelten laut Bundespolizei in dem vollbesetzten Ferienflieger derart heftig herum, dass die Crew zur unplanmäßigen Zwischenlandung ansetzte. Wie die Polizei am Freitagnachmittag berichtet, hätten die beiden 19 und 36 Jahre alten Männer bereits kurz nach dem Start am Vormittag jede Kontrolle über sich verloren.

Männer waren "unkooperativ und aggressiv"

"Unkooperativ und aggressiv" seien sie aufgetreten, berichtet die Polizei. Erst sei das Duo mit anderen Fluggästen aneinandergeraten. Wohl, weil sie "selbst mitgeführten Alkohol konsumierten". Als sich dann Flugbegleiter in die Auseinandersetzung einschalteten, seien die beiden Fluggäste sogar handgreiflich geworden.

Die Piloten reagierten konsequent - und drehten über Frankreich um. Statt in Punta Cala auf der Dominikanischen Republik war für die beiden Flugreisenden, die laut Polizei kein Wort Deutsch sprechen, auf dem Flughafen Köln-Bonn Schluss. Die Bundespolizei nahm sie dort in Empfang und übergab die Männer gleich der Kriminalpolizei.

In der Ausnüchterungszelle blieben die Männer nicht lange: "In Polizeigewahrsam klagten sie dann über Herzschmerzen", heißt es im Polizeibericht. Begleitet von Polizisten wurden sie deshalb in ein Kölner Krankenhaus gefahren.

Verantworten müssen sie sich nun wegen Körperverletzung und Bedrohung und bleiben vorerst noch in Deutschland. Die Fluggäste ärgerten sich unterdessen über die Zwangspause in Köln. Laut Polizei sollte der Flieger aber noch am frühen Abend wieder Richtung Karibik starten - mit neuer Crew. (dae/WE)

 
 

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