Bekenntnis zur Opern-Ehe Düsseldorf/ Duisburg

Foto: Kai Kitschenberg
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Düsseldorf/Duisburg.. Der Düsseldorfer Stadtrat will den Fortbestand der Kooperation. Aber er machte auch den Weg frei für Gespräche mit anderen Städten

Äußerst ruhig diskutierte der Düsseldorfer Stadtrat über die auf der Kippe stehenden Opern-Ehe zwischen Düsseldorf und Duisburg. Trotz heftiger Angriffe, die sich Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU) in den vergangenen Tagen von Grünen und SPD gefallen lassen musste („Wie ein Elefant im Porzellanladen“) gelang es ihm, die Diskussion auf eine sachliche Ebene zu führen: „Dieses Haus hier ist doch in völliger Übereinstimmung, dass es nichts besseres geben kann als den Fortbestand der Kooperation mit Duisburg.“ Damit widerlegte Elbers Interpretationen, Düsseldorf strebe die Zusammenarbeit mit Köln oder anderen Städten an. Die Ankündigung der Beendigung der mehr als 50 Jahre alten Zusammenarbeit sei aus Duisburg gekommen, weil die völlig überschuldete Stadt Geld sparen muss. Elbers machte deutlich, dass Düsseldorf bei dem eventuellen Duisburger Ausstieg aus der gemeinsamen „Oper am Rhein“ aber gewappnet sein muss, um den Fortbestand für das Düsseldorfer Publikum zu sichern.

Auch Manfred Neuenhaus, Fraktions-Chef der FDP im Düsseldorf Rat, betonte, dass die mögliche Kündigung der Opern-Ehe nicht von Düsseldorf ausgeht. Cornelia Mohrs (SPD) forderte, dass man als Landeshauptstadt mit einem Opern-Bekenntnis durch den Stadtrat ein positives Signal nach Duisburg und an die Opern-Mitarbeiter senden sollte. Bürgermeister Friedrich Conzen hob hervor, dass sich die CDU-Fraktionen in Düsseldorf und Duisburg bereits für einen Fortbestand ausgesprochen haben.

Die Duisburger Politiker entscheiden im Juni über ein Sparpaket der Stadtverwaltung – und damit über Ende oder Fortbestand der gemeinsamen Oper.

Nach einer Sitzungsunterbrechung einigten sich CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke auf eine Resolution: Darin spricht sich der Rat der Landeshauptstadt für den Fortbestand der Opern- und Theatergemeinschaft aus und fordert den Rat der Stadt Duisburg auf, alles daran zu setzen, damit die Opern-Ehe weiter bestehen kann.

Allerdings, und damit hätten SPD und Grüne lieber noch bis nach der Entscheidung in Duisburg gewartet, wurde die Stadtverwaltung auch beauftragt, sich auch nach möglichen anderen Kooperations-Partnern umzusehen.

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