Autofreie Schadowstraße bis 18.30 Uhr

Ungefähr so wird die Schadowstraße eines Tages aussehen. Die Fahrspur in der Mitte wird tagsüber aber für Autos gesperrt.Animation:Stadt Düsseldorf
Ungefähr so wird die Schadowstraße eines Tages aussehen. Die Fahrspur in der Mitte wird tagsüber aber für Autos gesperrt.Animation:Stadt Düsseldorf

Düsseldorf..  Zum Schluss ging es nur noch um wenige Meter, die CDU und FDP in Sachen Schadowstraße auseinander lagen.

Die Liberalen machten den Christdemokraten klar, dass nicht nur der Bereich zwischen Berliner Allee und Bleichstraße eine Fußgängerzone werden soll, sondern auch der kurze Abschnitt zwischen Bleichstraße und Jacobistraße. Am Mittwoch früh beriet sich noch einmal die CDU-Fraktion, dann der angekündigte Schulterschluss: Die östliche Schadowstraße soll auf ihrer gesamten Länge zwischen Jacobistraße und Berliner Allee von 10.30 bis 18.30 Uhr für den Autoverkehr gesperrt werden. Für die Radfahrer wird eine Fahrspur in der Mitte angelegt. Die Stadt soll zudem prüfen, ob eine Einbahnregelung für Pkw von der Jacobistraße bis zur Bleichstraße möglich ist.

Zwar bleiben noch einige Fragen offen , aber die Pfosten sind gesetzt. Auch wenn Andreas Hartnigk (CDU) und Manfred Neuenhaus (FDP) in ihrem Änderungsantrag zum Verwaltungskonzept von „kleineren Änderungen“ schreiben, die „wünschenswert“ seien, so wollten sie mit diesen Formulierungen in erster Linie wohl verhindern, die Stadtspitze zu brüskieren. Denn die konnte sich mit ihren Vorstellungen selbst im schwarz-gelben Lager nicht durchsetzen, das Autofahren auf der Schadowstraße in einer Richtung weiter zu erlauben. Stattdessen wird die Einkaufsstraße in Zukunft tagsüber zur Tabuzone für Autos. Ein wesentlicher Unterschied.

Zur Entscheidung kam es am Mittwoch Abend im Ordnungs- und Verkehrsausschuss doch nicht, weil Beratungsbedarf angemeldet wurde. Die Verwaltung soll die neuen Vorschläge prüfen, beschlossen wird dann am 6. Juni im Rat.

Das Papier von CDU und FDP sorgte schon jetzt für eine Überraschung. Die Linke sprach von einer „relativen Kehrtwende“. Und der grüne Verkehrsexperte Norbert Czerwinski sagte: „Ich freue mich, dass es diesen Änderungsantrag der CDU und FDP gibt, der sich aus dem Widerstand der letzten Tage entwickelt hat. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.“

Erleichterung auch bei CDU und FDP. „Wir sind den Bürgern und Einzelhändlern entgegengekommen, in der Einkaufszeile eine Fußgängerzone einzurichten“, betonte FDP-Ratsherr Mirco Rohloff - und versicherte: „Die Schadowstraße wird eine hochwertige Einkaufsstraße.“ Andreas Hartnigk (CDU) wies darauf hin, dass Korrekturen jederzeit möglich sind. Das Wichtigste für ihn sei: „Wir wollen uns nichts verbauen.“ Mir der jetzigen Planung einer ebenen Fußgängerzone und einer Fahrspur für Radler (und zeitweise für Autos) in der Mitte der Schadowstraße ohne Bordsteinkante seien auch später flexible Lösungen realisierbar, falls man zu anderen Erkenntnissen komme.

Die Grünen bleiben dabei: Sie wollen für die autofreie Zone keine Zeitbeschränkung. In diesem Punkt gehen sie auf Distanz zu CDU/FDP. Die SPD will geprüft haben, ob der obere Bereich des Wehrhahn (Höhe Kaufhof) in die Fußgänger- und Fahrradzone mit einbezogen werden kann. Auch das will das Verkehrsdezernat bis zur Ratssitzung beantworten. Ebenso die Frage, ob für die Anbindung des Parkhauses Bleichstraße in Höhe Liesegangstraße die Fußgängerzone gequert werden kann.

 
 

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