Ausstellung in der Bunkerkirche über Maler Otto Pankok

Heerdt..  70 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs findet in der Bunkerkirche (Heerdter Landstraße 270/Kevelaerer Straße) vom 18. April bis zum 17. Mai die Ausstellung „Otto Pankok – Maler der Verfolgten“ statt. In Originalzellen, in denen Menschen während der Bombenangriffe Schutz suchten, werden Kohlegemälde, Holzdrucke aus dem Werk des späteren Professors der Kunstakademie und 30 Dokumentationstafeln der Mahn- und Gedenkstätte über die Düsseldorfer Sinti gezeigt. Wie die Tafeln verdeutlichen, wurde die Räumung des Heinefelds angeordnet, die Kinder aus den Schulen ausgesondert. Schließlich wurden die Sinti verfolgt und verschleppt. Die Überlebenden wurden nach Auschwitz deportiert, wo viele an Epidemien, Misshandlungen und Menschenversuchen starben. Die letzten noch lebenden Sinti und Roma wurden 1944 in die Gaskammern getrieben. 1947 stellte Otto Pankok seine „Zigeunerbilder“ erstmals aus. Seine Werke wurden zu eindrucksvollen Anklagen gegen Völkermord. Er dokumentierte die Situationen der Überlebenden und kämpfte für sie um die Anerkennung als NS-Verfolgte.

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