Altbier und Ökostrom tanken in Düsseldorf

Vorm Bistro Zicke stehen Udo Brockmeier (links), Helga Stulgies und Jürgen Wahl an einer der neuen Radladestationen in Düsseldorf.
Vorm Bistro Zicke stehen Udo Brockmeier (links), Helga Stulgies und Jürgen Wahl an einer der neuen Radladestationen in Düsseldorf.
Foto: Michael Gstettenbauer
Die Stadtwerke Düssseldorf weihen an Biergärten fünf Ladestationen für elektronische Fahrräder ein. Weitere Radtankstellen sind geplant.

Düsseldorf..  Nicht nur bei sommerlichen Temperaturen zieht es viele Düsseldorfer in Restaurants und Kneipen, in denen sie Limonade, Altbier oder Cockails genießen. Jetzt gewinnen die Biergärten der Landeshauptstadt außerdem eine neue Touristenattraktion: Die Stadtwerke haben bei fünf Gastronomen Ladestationen für elektronische Fahrräder aufgebaut.

„Das Laden geht total einfach und problemlos, es ist ein faszinierendes Prinzip“, freut sich Umweltdezernentin Helga Stulgies (Grüne), die Donnerstagmittag die Fahrradtanke vor dem Bistro Zicke an der Bäckerstraße eröffnete. Während das E-Bike an einer der Steckdosen hängt, kann sich sein Besitzer im Bistro erfrischen. „Als Gastronom muss man seinen Gästen immer mal was Neues präsentieren“, sagt Zicke-Inhaber Jürgen Wahl. Dass dieses Neue auch noch nützlich ist, sei umso besser. Dass zudem die Station genutzt wird, daran zweifelt er nicht: „Am Wochenende steht hier alles mit Fahrrädern voll.“ Daher bietet er als Service nicht nur die vier einzelnen Steckdosen, auch eine Luftpumpe.

Zwei kleine Haken gibt es allerdings

Ein Grund, warum die Stadtwerke allen Gastronomen anbietet, kostenfrei eine Ladestationen zu errichten, hat vor allem damit zu tun, dass angestrebte Wachstumszahlen bei der Elektromobilität bislang nicht erreicht werden. „Es ist ein Experiment, ein Weg für mehr E-Mobilität aufzuzeigen“, sagt Stadtwerke-Chef Udo Brockmeier. Anders sei etwa das Düsseldorfer, von den Stadtwerken unterstütze Ziel, bis zum Jahr 2050 eine CO2-neutrale Stadt zu sein, nicht zu erreichen.

Zudem ist der Fahrradstrom, den die Gastwirte bezahlen und kostenlos anbieten, zertifizierter Ökostrom. Ein kompletter Ladevorgang dauert vier Stunden, reicht für 60 bis 80 Kilometer und kostet zehn Cent. „Das Geld holen die Wirte durch Getränke wieder rein“, weiß Pascal Specht, bei den Stadtwerken zuständig fürs „Projekt Elektromobilität“. Er wartet auf weitere Gastronomen, die eine Ladestation haben wollen. Zwei kleine Haken gibt’s allerdings: Das Angebot gilt nur für Stadtwerkekunden. Und Gäste, die sich betrunken auf das dann geladene E-Bike schwingen, können ihren Führerschein verlieren.

Weitere Fahrradladestationen

Weitere Radladestationen gibt’s bei: Peters Biergarten (Am Kleinforst 275), Landhotel „Am Zault“(Gerresheimer Landstraße 40), Brand’s Jupp (Kalkstraße 49), KCD Essen & Trinken (Fährstraße 253a) und eine am Rheinufer. Interessierte Gatronomen melden sich bei elektromobilitaet@swd-ag.de

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