AfD fordert Mitglieder zum Austritt aus

Teils chaotisch verlief der Bundesparteitag der rechtspopulistischen Partei AfD (Alternative für Deutschland) am Wochenende. Auch beim Düsseldorfer Ableger läuft nicht alles wie gewünscht, zumindest nicht die Vorbereitung der Kommunalwahl am 25. Mai. Da will die AfD mit 41 Kandidaten alle Wahlkreise für den Stadtrat besetzen.

Doch nach der Wahlversammlung gibt’s Ärger, Mitglieder werden unter Druck gesetzt und zum Austritt aufgefordert. Denn nach der Wahlversammlung, auf der die Reserveliste aufgestellt und die Wahlkreis-Kandidaten gewählt wurden, gab es Anfechtungen. Aus drei Gründen:

Die Einladungsfrist wurde nicht eingehalten.

Die Anschrift des Tagungsortes war in der Einladung nicht korrekt.

Es bestand keine Möglichkeit zur geheimen Wahl.

Mitglieder, die die Versammlung angefochten haben, wurden vom Düsseldorfer AfD-Chef Küchele aufgefordert, ihren Austritt aus der Partei zu erklären und ihre Anfechtungserklärung zurückzunehmen.

Dass es bei der Düsseldorfer AfD erhebliche organisatorische Mängel gibt, zeigt unter anderem, dass die Wahlversammlung für den ursprünglich vorgesehenen Termin abgesagt werden musste, weil man ausgerechnet in zwei griechischen Lokalen tagen wollte – von dort gab es kurzfristig Ausladungen.

Ob die AfD flächendeckend für den Stadtrat antreten kann, ist fraglich. Nach NRZ-Informationen liegen erst für sechs der 41 Wahlkreise ausreichend Unterstützungs-Unterschriften vor. Bis 7. April müssen Unterschriften für alle Wahlkreise beim Wahlamt vorliegen.

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