Abschied von der 320 Jahre alten Blutbuche

Der prächtige Baum an der Gudastraße in Düsseldorf-Gerresheim wurde beim Orkan Ela entwurzelt. Jetzt wurde der 320 Jahre alte Stamm der Blutbuche abtransportiert.

Düsseldorf.. Ein Wahrzeichen für Gerresheim ist endgültig verschwunden. Ein Spezialunternehmen transportierte am Dienstag den mächtigen Stamm der 320 Jahre alten Blutbuche aus dem Garten eines Hauses an der Gudastraße ab, die beim Orkan Ela entwurzelt und und umgeworfen worden war. Für Olga Hartmann, Eigentümerin des Grundstücks, ein schmerzlicher Abschied: „Die Buche war Mittelpunkt des Gartens und der Nachbarschaft, es war schön, an den Blättern die Jahreszeiten ablesen zu können“, sagte sie.

Sie hatte wie alle Gerresheimer nicht damit gerechnet, dass der mächtige Baum vom Wind entwurzelt und umgerissen werden könnte. „Die Buche war gesund, hätte nach Ansicht der Fachleute noch rund 50 Jahre stehen können“, berichtete Hartmann. Der Baum war regelmäßig kontrolliert worden. „Als wir 1970 an die Gudastraße zogen, haben wir den Baum anbohren lassen, um mögliche Schäden feststellen zu können“, erinnert sich Hartmann. Die Buche war kerngesund. Bei der Untersuchung wurde auch ihr Alter festgestellt – etwa 280 Jahre war sie zu diesem Zeitpunkt alt.

Wahrscheinlich war sie einmal in den Gärten und auf den Wiesen gepflanzt worden, die vor der Heyestraße lagen und lange nicht bebaut wurden. So konnte sich die Buche ohne Einschränkungen entwickeln.

Und auch nach dem Bau der Häuser und dem Anlegen der Gudastraße wurde auf die Buche Rücksicht genommen. „Der Parkstreifen hat noch ein Steinpflaster, damit Wasser in das Erdreich gelangen kann und die Wurzeln Nährstoffe erhalten“, so Hartmann. Natürlich hat auch sie den Baum gepflegt, hat ihn regelmäßig vom Gartenamt begutachten lassen. Schnitte zur Pflege der Krone wurden vorgenommen, zudem Äste wenn nötig abgestützt.

Auch deshalb hat keiner damit gerechnet, dass die Buche dem Orkan zum Opfer fallen würde. Sie wurde samt Wurzeln aus dem Erdreich gleichsam herausgehoben, war auf die Fahrbahn gestürzt, hatte die Gartenmauer zerstört und insgesamt sechs parkende Autos zum Teil schwer beschädigt. Vor dem Abtransport wurde bereits die Krone abgesägt, jetzt ist der Stamm weggeschafft worden. Den Anwohnern rund um die Gudastraße fehlt die Buche, „denn sie war ein markanter Blickpunkt und ein Schmuckstück des Viertels“, so Hartmann.

 
 

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