2012 wird es in Düsseldorf keinen Ski-Weltcup geben

Rüdiger Hoff
2012 wird es keine Ski-Weltcup in Düsseldorf geben. Das gab der Dachverband am Freitag überraschend bekannt. Foto: Sergej Lepke / WAZ Fotopool
2012 wird es keine Ski-Weltcup in Düsseldorf geben. Das gab der Dachverband am Freitag überraschend bekannt. Foto: Sergej Lepke / WAZ Fotopool
Foto: Sergej Lepke / WAZ Fotopool

Düsseldorf. Ist es das Finale für Düsseldorf, wenn heute und morgen die Weltelite der Loipen-Sprinter im Rundkurs am Rhein gegeneinander antritt? Der Dachverband des nordischen Sports gab gestern überraschend bekannt: Im nächsten Jahr wird es keinen Ski-Weltcup in der Landeshauptstadt geben.

Zur Begründung heißt es: Die Planung für die kommende Saison sehe so aus, dass zu diesem Zeitpunkt des Jahres Rennen in Übersee anstehen, vor allem in Kanada. Folglich müsse Düsseldorf aus dem Terminkalender gestrichen werden. Allerdings: „Ich bin mir sicher, dass wir ab 2013 und auch die Jahre danach wieder in Düsseldorf zu Gast sein werden“, betonte Langlauf-Bundestrainer Jochen Behle.

Der Vertrag mit dem Weltverband (FIS) läuft jedoch im kommenden Jahr aus. Die Verantwortlichen hoben aber hervor, eine Verlängerung sei eher obligatorisch. „Denn wir haben das für Wintersportler immer noch etwas exotische Düsseldorf lieb gewonnen. Das Wichtigste ist aber, dass wir hier absolut professionelle Rahmenbedingungen vorfinden“, so Behle.

Bestens präpariert

Mangels Schnee in nahezu ganz Europa hatten seine Teams zuletzt nur sehr eingeschränkte Trainingsmöglichkeiten. „Es mag kurios klingen: So gesehen ist Düsseldorf der schneesicherste Standort im ganzen Weltcup. Hier klappt’s immer mit einer bestens präparierten Piste“, sagte der Bundestrainer.

Bei der Stadt zeigte man sich überrascht über die Absage fürs kommende Jahr. „Andererseits ist es ja nahezu sicher, dass der Skizirkus wieder kommt. Und wir können einmal durchatmen und an neuen Konzepten feilen, um den Weltcup womöglich noch attraktiver zu präsentieren“, meinte Christina Begale, Chefin der Sportagentur, die das Spektakel mitorganisiert.

Derweil sind fürs Wochenende eher regnerisches Wetter und zehn Grad angekündigt. „Das ändert aber nichts an der guten Qualität der Piste, die sogar bei Temperaturen bis 20 Grad hält“, erläuterte Organisations-Chef Gustav Pollen. [kein Linktext vorhanden]