1300 Polizisten bei Düsseldorfer Anti-Islam-Demo im Einsatz

Nach dem Vorbild der Demonstrationen in Dresden (Pegida: Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) demonstriert am Montag in Düsseldorf die Dügida.
Nach dem Vorbild der Demonstrationen in Dresden (Pegida: Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) demonstriert am Montag in Düsseldorf die Dügida.
Foto: dpa
Zwei Gegendemonstrationen stellen sich am Montag dem Bündnis "Düsseldorfer Bürger gegen die Islamisierung des Abendlandes" entgegen.

Düsseldorf. In Düsseldorf begleitet ein Großaufgebot der Polizei die am Montagabend geplante Anti-Islam-Demonstration sowie die angekündigten Gegenkundgebungen. Mit 1300 Beamten sei es der größte Polizeieinsatz des Jahres in der Landeshauptstadt, sagte Polizeipräsident Norbert Wesseler. Die Polizei war von insgesamt mehreren tausend Demonstranten ausgegangen. Sowohl Rechtsextreme als auch etwa Linksautonome werden erwartet. Laut ersten Übersichten war die Teilnehmerzahl jedoch sehr viel geringer.

Vor dem Landtag war für 18.30 Uhr eine Anti-Islam-Kundgebung ("Düsseldorfer gegen die Islamisierung des Abendlandes") angemeldet, zu der unter anderem die rechtsextreme Partei Pro NRW aufruft. Gegen diesen Aufmarsch waren zwei Gegendemonstrationen angemeldet.

Polizeipräsident appelliert: friedlich bleiben!

Düsseldorfs Polizeipräsident Norbert Wesseler hatte einen straffen Kurs der Polizei angekündigt: "Wir werden Straftaten und jede Form von Gewalt konsequent verfolgen."

Landtagspräsidentin Carina Gödecke und Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (beide SPD) hatten zur Teilnahme an einer der Gegendemonstrationen aufgerufen. Die Anti-Islam-Demonstration setze auf Vorurteile und Desinformation. Sie versuche, Ängste zu schüren und diese für politische Zwecke zu benutzen. Düsseldorf setze sich geschlossen für Toleranz, Integration und gegen Ausländerfeindlichkeit ein. (dpa)