Zwölf Vermummte nach Scharmützeln festgenommen

Foto: PHOTOZEPPELIN.COM

Dortmund.. Nach Anrufen besorgter Bürger rückte Dortmunds Polizei am Mittwochabend zur Möllerbrücke aus. Dort kam es zu Scharmützeln mit schwarz Vermummten. Streifenwagen wurden mit Farbbeuteln beworfen, 12 Antifaschisten kamen in Gewahrsam.

Laut Twitter-Meldungen von Dortmunder Antifa-Gruppierungen sollen sich am Mittwochabend ca. 60 Antifaschisten (die Polizei sprach von 50 schwarz gekleidete Personen) spontan an der Möllerbrücke am Kreuzviertel versammelt haben, um Carlo Guliani zu gedenken. Der italienische Demonstrant kam am 20. Juli 2001 bei einer Straßenschlacht am Rande des G8-Gipfels ums Leben.

Gegen 19.30 Uhr kam es dann an der Möller- und Lindemannstraße zu Scharmützeln. Zahlreiche Polizeikräfte fuhren zum Ort des Geschehens, wo sie in Streifenwagen vereinzelt mit Farbbeuteln beschmissen wurden. Polizeisprecher Peter Schulz bestätigte, dass es zu Auseinandersetzungen mit den vermummten Personen gekommen war, auf die zuvor gegen 19.20 Uhr besorgte Anwohner hingewiesen hatten. Aus der Gruppe heraus sollen Feuerwerkskörper gezündet worden sein.

Ein Polizeihubschrauber kreiste über das Einsatzgebiet. Anschließend teilte sich die Personengruppe auf, die Tatverdächtigen flüchteten in verschiedene Richtungen. Gegen 20 Uhr beruhigte sich die Lage.

Im Rahmen dieses Einsatzes konnten insgesamt 12 Tatverdächtige, die dem linken Spektrum zuzuordnen sind, vorläufig festgenommen werden. Entsprechende Flyer mit linksgerichtetem Hintergrund und Farbbeutel konnten im Bereich der Sonnenstraße sichergestellt werden.

Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Verdachts des Landfriedensbruchs und Sachbeschädigung aufgenommen. Erste Meldungen, wonach es zu Auseinandersetzungen zwischen dem rechten und linken Lager gekommen sei, bestätigten sich nicht.

 
 

EURE FAVORITEN