Zweite Messerattacke auf Nachtschwärmer in einer Stunde

Zog am Wochenende eine gewalttätige Gruppe messerstechend durch die Innenstadt? Die Polizei fahndet nach vier Tätern, die am Sonntagmorgen auf der Ludwigstraße auf zwei Dortmunder eingestochen haben. Die Tat ähnelt frappierend einem lebensgefährlichen Angriff in der Nordstadt eine halbe Stunde später.

Dortmund. Sonntagmorgen, 1.25 Uhr, vor der Disco Odeon an der Ludwigstraße: Eine 26 Jahre alte Frau wird laut Polizei plötzlich aus einer Vierergruppe heraus von einem Mann angesprochen und ohne ersichtlichen Grund beleidigt. Als die junge Frau ihren Freund (25) zu Hilfe ruft, richten sich die Aggressionen der Vierergruppe gegen ihn.


Aus der Gruppe heraus wird der junge Mann mit einem Messer angegriffen. Ein 18-jähriger Passant will dem Opfer helfen. Auch er erleidet eine Stichwunde. Anschließend flüchten die Täter in Richtung der Straße "In der Helle" und von dort aus Richtung Wall. IhreOpfer haben Glück: Ihre Verletzungen sind nicht schwerwiegend, meldet die Polizei.

Zusammenhang nicht ausgeschlossen

Weniger glimpflich geht die Begegnung eines Freiers im Rotlichtviertel auf der nahen Linienstraße mit einer ebenfalls vierköpfigen Gruppe aus. Er wird gegen 2 Uhr durch fünf Messerstiche lebensgefährlich verletzt. Eine Mordkommission ermittelt.Ob es sich bei den Angreifern in beiden Fällen um die gleiche Gruppe handelt, ist nicht bewiesen. Auf Nachfrage unserer Redaktion schließt die Polizei jedoch ausdrücklich nicht einen Zusammenhang aus. Es gebe gewisse Ähnlichkeiten. Sie sucht jetzt weitere Zeugen des Vorfalls an der Ludwigstraße.

Einer der Täter hatte extrem kurze Haare

Nach Angaben der Geschädigten soll es sich bei den Tätern um Männer aus dem arabisch sprechenden Raum handeln, die allesamt akzentfreies Deutsch sprachen. Einer der Flüchtigen wird als ca. 25-30 Jahre alt beschrieben, etwa 1.70 m groß, mit Dreitagebart. Auffällig waren seine extrem kurzen Haare - fast schon eine Glatze.


"Zur Tatzeit befanden sich viele Menschen im Bereich der Diskothek sowie im Bereich des Apfelbrunnens am Ludwigsplatz und könnten Zeugen des Vorfalls geworden sein", schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung.