Zehn Profis treten bei Schachturnier gegeneinander an

Kein falscher Zug, denn es geht um viel: Das Sparkassen-Chess-Meeting geht in die nächste Runde. Bis Sonntag (4.8.) wird jeder Teilnehmer versuchen, seinen Gegner im Duell Schachmatt zu setzen. Seit der Gründung des Turniers vor 40 Jahren hat sich einiges verändert.

Dortmund. "Nach den zarten Anfängen hat sich das Schachturnier als eines der Wichtigsten in der Welt etabliert", sagt Gerd Kolbe, der Veranstaltungsleiter. Zu Ehren des Jubiläums sind im Schauspielhaus Fotos der Künstlerin Christiane Köhne ausgestellt. "Voil Schach" zeigt Dortmund aus der Sicht von Schachfiguren.

In der Welt des Schachspiels ist Großmeister der höchste Rang, den ein Spieler erreichen kann. Zehn davon treten ab 15 Uhr gegeneinander an. In der Zusammensetzung vertreten vier Teilnehmer Deutschland. Arkadij Naiditsch, Daniel Fridmann, Georg Meier und Igor Khenkin erhoffen sich den Sieg.

Vor zwei Jahren dabei

Meier war vor zwei Jahren bereits dabei, das Ergebnis entsprach allerdings nicht ganz seinen Vorstellungen "Ich wusste absolut nicht, was mich hier erwartet. Jetzt weiß ich, wie die Großmeister an mich herangehen und bin auf jeden Fall besser vorbereitet.".

Doch muss er sich gegen eine harte Konkurrenz behaupten. Der 37-jährige Russe Wladimir Kramnik ist auch in diesem Jahr mit von der Partie. Der mehrfache Weltmeister konnte bereits zehn Mal das Chess-Meeting für sich entscheiden.

Italiener will Titel verteidigen

Auch China ist erstmals vertreten. Wang Hao belegt schon die Nummer 16 der Weltrangliste und zählt ebenfalls als einer der Favoriten. Auch der 20-jährige Italiener Fabiano Caruana versucht, seinen Titel zu verteidigen.
Trotz des großen Ehrgeizes geht es immer gereicht zu. "Es ist ein sportlich-fairer Wettbewerb, dafür ist Dortmund ja auch bekannt.", ist sich Uwe Samulewicz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, dem größten Sponsor, sicher. Neben der Großmeisterklasse komplettieren das Helmut-Kohls-Turnier und die beiden "Dortmund Open" im Rathaus das Schach-Festival der Extra-Klasse.

Von Anastasiya Polubotko