"Zaza" unter Mordverdacht: Festnahme in Holland

Die Polizei sucht zwei Männer, die an einem Mord in der Dortmunder Nordstadt beteiligt gewesen sein sollen. Ein dritter Verdächtiger wurde gefasst.

Dortmund.. Nach dem Mord an einem 44-jährigen Kosmetik-Händler am 1. Oktober 2015 in einer Hinterhof-Garage sucht die Polizei weiter zwei aus Georgien und Armenien stammende Männer. In den Niederlanden ging ihr ein dritter Tatverdächtiger ins Netz. Der Mann mit dem Spitznamen "Zaza" wollte die Polizisten täuschen. Vergeblich.

Der 31-Jährige übergab den Polizisten bei einer Kontrolle gefälschte Pässe, die ihn als Litauer ausweisen sollten. Weil der PKW, mit dem er unterwegs war, nach der Tat in Dortmund zur Fahndung ausgeschrieben war, hakten die niederländischen Polizisten nach - und stellten fest, dass der verdächtig wirkende Mann nicht aus Litauen, sondern wie ein weiterer Gesuchter aus Georgien stammt und dass der PKW mit einem Mord in Dortmund zu tun haben könnte.

Der festgenommene "Zaza" ist inzwischen an die Justiz in Dortmund ausgeliefert worden. Er schweigt zu den Vorwürfen. Staatsanwalt Henner Kruse: "Wir wissen aber nicht genau, ob dieser PKW wirklich das Tatfahrzeug ist."

Vorwurf: gemeinschaftlicher Mord

Wie auch immer der noch gesuchte Armenier Artur Raschoian (35) und dessen mutmaßlicher Komplize Teimuraz Esartia (33, alias Teimuraz Didebashvili) zum Tatort an der Gneisenaustraße gefahren sind: Die Staatsanwaltschaft beschuldigt beide, ihr 44-jähriges Opfer, ein aus der Türkei stammender Familienvater, geknebelt, gefesselt und getötet zu haben. Die mutmaßlichen Täter sind auf der Flucht. Der Tatort war die Garage des Händlers. Dort lagerte er Waren.

Eine Mordkommission ermittelt wegen gemeinschaftlichen Mordes und gemeinschaftlichen Raubes. Laut Staatsanwaltschaft entwendeten die Täter diverse Wertgegenstände und Bargeld. Das gefesselte und geknebelte Opfer sei erstickt. Vor der Tat gesehen wurde der 44-Jährige zuletzt abends am 30. September 2015. Eine Angestellte entdeckte den Leichnam am 1. Oktober 2015 um 6.11 Uhr. Die Polizei sicherte zahlreiche Spuren am Tatort und fahndete auch nach einem dunklen Ford Focus Kombi mit auswärtigem Kennzeichen.

 
 

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