Wizz Air läuft EasyJet am Flughafen Dortmund den Rang ab

Wizz Air hat EasyJet am Flughafen Dortmund längst den Rang abgelaufen. Foto: Vossgraff/WAZ-Fotopool
Wizz Air hat EasyJet am Flughafen Dortmund längst den Rang abgelaufen. Foto: Vossgraff/WAZ-Fotopool
Foto: WAZ FotoPool

Dortmund.. Einst war EasyJet der Platzhirsch unter den Airlines am Flughafen Dortmund. Aber inzwischen hat Wizz Air den Top-Rang übernommen. Und die Fluggesellschaft aus Ungarn will weiter wachsen – mit neuen Strecken nach Osteuropa.

Als sich am 23. Juni 2004 die erste Maschine der ungarischen Wizz Air in Budapest in den Himmel schraubte, war auch für Experten nicht absehbar, dass sich die magentafarbene Airline 2011 zum Marktführer unter den Billigairlines in Zentral- und Osteuropa aufschwingen würde. Schon gar nicht zum Marktführer am Flughafen Dortmund.

Steigerung von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr

Inzwischen ist es soweit: Während Easyjet als einstiger Platzhirsch freiwillig von der Bahn gerollt ist und viele Strecken aufgegeben hat, zieht Wizz Air immer weiter davon. Knapp 720 000 Passagiere hat die ungarische Airline 2010 ab Dortmund befördert. Was einer Steigerung von rund 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Und ein ähnliches Plus strebt die 2003 in London gegründete Airline auch fürs laufende Jahr an, wie Marketing- und Vertriebschef Attila Dankovics sagt. Mittelfristig wollen die Ungarn dort sein, wo Easyjet einst hinsteuern wollte: bei rund einer Million Passagieren. Schon jetzt hat sich Wizz Air in Dortmund einen Marktanteil von rund 48 Prozent erobert. Der englische Billigflieger rangierte mit rund 329 000 Passagieren in 2010 auf Platz zwei der größten Airlines in Dortmund.

Während Easyjet und Air Berlin die Touristen in Scharen Richtung Mallorca transportieren, steuert Wizz Air den Osten Europas an. zwar ist Mallorca nach wie vor das meist frequentierte Ziel für die Dortmund. Aber dahinter folgt schon das polnische Kattowitz - und das ist lediglich eines von insgesamt 13 Zielen, die die Ungarn neben Posen (Polen), Belgrad (Serbien), Sofia (Bulgarien) und Bukarest (Rumänien) auf dem Radar haben, um nur einige zu nennen. Tirgu Mures in Rumänien kommt ab 18. Juni hinzu.

„Dortmund ist einer von fünf Top-Standorten“

„Dortmund ist für uns einer von fünf Top-Standorten“, sagt Dankovics. Wie wichtig Wizz Air umgekehrt für Dortmund mit rund 1,73 Mio. Passagieren geworden ist, zeigt ein kurzer Blick auf den gestrigen Tag. Von den rund 5300 Fluggästen, die am gestrigen Freitag durchs Terminal gingen, flogen rund 2500 mit Wizz Air.

Die Zeichen stehen also auf Wachstum, auch wenn die Ungarn jüngst ihre Verbindung nach Warschau gekappt haben. Die magentafarbenen Himmelsstürmer haben noch einiges vor: Wizz Air will seine Flotte von 36 Airbus A 320-Maschinen (180 Sitze) bis 2017 auf 130 aufstocken - weshalb Marketingchef Dankovics erst am Donnerstag beim Hersteller im französischen Toulouse weilte. Auf 172 Routen in 21 Ländern ist die ungarische Airline unterwegs und hat dabei im vergangenen Jahr rund 9,8 Millionen Passagiere befördert. Mit 0,7 Millionen waren die Ungarn 2004 gestartet.

 
 

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