Wieder Unfall bei Motorrad-"Todeskugel"-Show im Zirkus Flic Flac

Früher hieß sie Todeskugel, heute "Globe of Speed": Bei der Show am Samstag kam es darin wieder zu einem Unfall mit Motorrädern. Zwei Artisten wurden verletzt.
Früher hieß sie Todeskugel, heute "Globe of Speed": Bei der Show am Samstag kam es darin wieder zu einem Unfall mit Motorrädern. Zwei Artisten wurden verletzt.
Foto: Friedhelm Geinowski

Dortmund.. Schock für das Publikum im Dortmunder Zirkus Flic Flac: In einer Vorstellung am Samstagabend sind zwei kolumbianische Motorrad-Artisten in der "Todeskugel"-Show mit ihren Maschinen zusammengestoßen und dabei gestürzt. Der Notarzt wurde gerufen, die Artisten, sagte eine Zirkus-Sprecherin am Sonntag auf Anfrage, seien leicht verletzt worden. Beide Fahrer verletzten sich am Bein, einer musste auf einer Trage aus der Arena transportiert werden. Auch zwei Zuschauer mussten behandelt werden - sie erlitten einen Kreislaufzusammenbruch.

Der Unfall geschah beim Höhepunkt des Abends, kurz vor dem Ende der Zirkus-Vorstellung. Insgesamt fünf Motorrad-Artisten brausten in der "Globe of Speed" getauften Kugel mit hohem Tempo auf ihren Maschinen umher - in einem Käfig mit gerade mal 5,80 Meter Durchmesser. Dabei berührten sich zwei der Stuntleute in voller Fahrt und stürzten zu Boden. Die 1500 Zuschauer im Zirkuszelt hielten den Atem an.

Flic-Flac-Gastspiel endet heute - Motorradnummer bleibt im Programm

"Wir bedauern, dass es zu diesem zweiten Unfall während des ersten Weihnachtsgastspiels in Dortmund kam", sagte Zirkus-Sprecherin Maike Schütte. "Stuntvorführungen dieser Art bergen allerdings immer ein gewisses Risiko". Allerdings seinen die Artisten durch Protektoren am Körper gut bei Stürzen geschützt. Der Unfall sei deshalb verhältnismäßig glimpflich verlaufen. Meike Schütte: "Das Publikum wurde noch vor dem wenige Minuten nach dem Unfall beginnenden Finale per Ansage informiert, dass es den Fahrern bis auf ihre Beinverletzung gut gehe – dieses wurde mit lautem Applaus quittiert."

Auch am heutigen Sonntag, der Abschlusstag der aktuellen Zirkus-Weihnachtsshow, bleibe die "Todeskugel" im Programm, allerdings ohne die beiden verletzten Artisten. Bei dem Unfall kurvten insgesamt fünf Fahrer gleichzeitig in der Kugel. Ursprünglich war die Stunt-Nummer für acht Fahrer konzipiert.

Bereits vor drei Wochen war es zu einem schweren Unfall in der gleichen Stunt-Vorführung gekommen. Dabei hatte sich ein Motorradfahrer verletzt, als er beim Abwärtsfahren in der Kugel einen hinter ihm fahrenden Kollegen touchierte.

Laut Sprecherin seien die eingesetzten Artisten sehr erfahren, der Zirkus arbeite seit etwa zehn Jahren mit dieser Truppe aus Kolumbien zusammen. Der Zirkus gastiert noch bis heute auf dem Parkplatz "E" an den Dortmunder Westfalenhallen. Die Nachmittags-Vorführung beginnt um 16 Uhr, die Abend-Show um 20 Uhr.

 
 

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